Russland täuscht bei der Präsentation seiner neuen Waffen nichts vor, scheibt die US-Zeitschrift „The National Interest“ unter Berufung auf Militärexperten und bezeichnet die modernsten russischen Waffen als „Waffen des Jüngsten Tages“.

Laut dem Blatt ist die Existenz der neuen Waffen in Russland keine große Überraschung. Der Militärexperte Pavel Podvig erklärte gegenüber „The National Interest“, die meisten Projekte seien vorher bekannt gewesen, aber nicht alle.

„Es war das erste Mal, dass ich von dem Hyperschall-Komplex „Kinschal“ („Dolch“) gehört habe. Alles, was Putin vorstellte, war offensichtlich getestet worden, deshalb ist alles möglich“, so der Experte.

Der US-Militärexperte Michael Kofman vom Center for Naval Analyses (dt. Zentrum für Analyse der Marine – Anm. d. Red.) ist sich sicher, dass die Entwicklungsprogramme der neusten russischen Waffen wirklich existieren würden und ihre Umsetzung nur eine Frage der nächsten oder der fernen Zukunft sei. Darüber hinaus zeigte sich Kofman besorgt über die Geschwindigkeit der Hyperschallwaffen, da sie die Krisenprävention erschweren würde.

Die USA hätten momentan keine Mittel, um dem Nukleararsenal Moskaus entgegenzuwirken, dabei würden die russischen Waffen die US-Nuklearwaffenstrategie auf kurze Sicht nicht beeinflussen. Wenn der START-Vertrag (dt. Vertrag zur Verringerung strategischer Waffen – Anm. d. Red.) auslaufen würde, sollte ein neuer Vertrag abgeschlossen werden, der die neuen russischen Waffen ebenfalls berücksichtigen werde, schreibt die Zeitschrift. Anscheinend habe die Republikanische Partei der USA jedoch kein Interesse an der Rüstungskontrolle mehr und bevorzuge das Wettrüsten. Kein Vertrag könne ohne die Unterstützung von mindestens einem Teil der Republikaner vom US-Senat angenommen werden.

Die von Präsident Wladimir Putin in seiner Jahresansprache am 1. März dieses Jahres vor der Föderalversammlung genannten neuen russischen Waffen hatten weltweit für Aufsehen gesorgt. Kein anderes Land würde momentan solche Waffen besitzen. Es handle sich um einen richtigen „technologischen Durchbruch“, hatte Putin betont. Dabei hatte er deutlich gemacht, dass Russland nicht vorhabe, irgendjemanden anzugreifen. Die neuen russischen Waffen würden keine Gefahr für jene darstellen, die ihrerseits Russland nicht anzugreifen planen.

Das hyperschallschnelle luftgestützte Raketensystem „Kinschal“ könne garantiert alle existierenden Flug- und Raketenabwehrsysteme überwinden und nukleare sowie konventionelle Gefechtsköpfe zu Zielen in bis zu 2000 Kilometer Entfernung bringen.

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