Die Bundeswehr erhält für rund eine Milliarde Euro erstmals bewaffnungsfähige Drohnen.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages gab am Mittwoch grünes Licht für die Anmietung von fünf Fluggeräten des Typs Heron TP vom israelischen Hersteller IAI, wie aus Kreisen des Ausschusses verlautete. Die Wartung übernimmt Airbus. Außerhalb des Einsatzes sollen die Drohnen in Israel stationiert werden. Für den Einsatz in einer ersten Mission würden weitere 100 Millionen Euro fällig, für eine zweite noch einmal 210 Millionen. Bisher nutzt die Bundeswehr in Afghanistan und Mali das Vorgängermodell Heron 1, das nicht bewaffnet werden kann.

Über die Beschaffung von Munition und Ausbildung deutscher Soldaten für den Einsatz der Waffen soll erst später entschieden werden. Unbewaffnet kann die Drohne wie schon Heron 1 Aufklärungseinsätze fliegen. In der vergangenen Legislaturperiode war die Beschaffung von Heron TP überraschend am Widerstand der SPD gescheitert. TP ist als Übergangslösung gedacht, bis frühestens 2025 europäische Drohnen einsatzbereit sein sollen. Der Vertrag für Heron TP soll bis 2027 laufen.

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