Der schwedische Botschafter in Kiew, Martin Hangström, hat in einem Beitrag für die ukrainische Zeitung „Ewropäiskaja Prawda“ («Europäische Wahrheit») erläutert, warum sein Land den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 genehmigt hat.

„Wir sind von den Völkerrechtsnormen beschränkt, unter anderem auch von dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen. Es berechtigt alle Staaten dazu, Unterwasserkabel und Pipelines auf dem Festlandsockel außerhalb des Territoriums eines Küstenstaates zu legen», betonte Hangström.

Die Rechtsnormen, die die Aktivitäten in den internationalen Gewässern regeln würden, würden sich wesentlich von denen unterscheiden, die für das Territorialgewässer gelten würden und im Zusammenhang mit Nord Stream 2 lediglich für Russland, Deutschland und Dänemark angewendet werden können, schrieb der Botschafter.

Außerdem hob er hervor, dass Schweden kein wirtschaftliches Interesse an dieser Pipeline habe, und versprach, die Ukraine als ein Transitland für die EU-Länder sowohl auf der bilateralen Ebene, als auch im Rahmen der EU zu unterstützen.

Am 7. Juni hatte Schweden den Bau der Pipeline Nord Stream 2 in seiner wirtschaftlichen Zone der Ostsee genehmigt. Deutschland und Finnland hatten ihre Baugenehmigungen im März beziehungsweise im April erteilt. Nun wird auf die Zustimmung von Dänemark gewartet.

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