Der Ex-Mitarbeiter der ukrainischen Botschaft in Washington Andrej Telischenko erklärte im Interview mit dem Portal „strana.ua“, wie die Zusammenkunft zwischen dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und US-Präsident Donald Trump organisiert wurde.

Laut dem Diplomaten war das Meeting des ukrainischen Staatschefs mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen von der Lobby-Firma BGR veranstaltet und bezahlt worden.

„Davor hatte (der Außenminister der Ukraine – Anm. d. Red.) Pawel Klimkin ein Foto mit Trump gemacht – das war auch offiziell von der BGR im Voraus bezahlt worden“, so Telischenko.

„In dieser Situation war die Botschaft nicht dabei“, fügte der Diplomat hinzu.

Die Finanzquelle für die Veranstaltung der Sitzung gab er jedoch nicht preis. Telischenko dementierte Berichte, wonach die Zusammenkunft angeblich von Trumps Juristen Michael Cohen in die Wege geleitet worden sei, und erklärte, alles sei von der einflussreichen Lobby-Struktur BGR arrangiert worden.

„Die einzige Beziehung Cohens zur Ukraine ist die durch seine Ehefrau, die aus Charkow stammt“, fuhr der Diplomat fort.

Telischenko zufolge, habe es eine solche Situation – dass ein Treffen von zwei Staatschefs von der Botschaft organisiert worden sei –  sogar zur Zeit von (dem ehemaligen ukrainischen Präsidenten – Anm. d. Red.) Janukowitsch nicht gegeben, als die Ukraine kühle Beziehungen zu den USA gehabt habe.

Der Diplomat verwies darauf, dass das Meeting von Poroschenko und Trump dem Protokoll nicht entsprochen hätte. „Bei einem offiziellen Besuch begleitet die First Lady den Präsidenten, und Trump hätte ihn persönlich vor dem Weißen Haus empfangen müssen, wie es bei Besuchen von anderen Staatsoberhäupter der Fall ist“, merkte Telischenko an.

Das Treffen zwischen Trump und Poroschenko hatte am 20 Juni 2017 stattgefunden. Kurz danach seien die ukrainischen Ermittlungen gegen Trumps ehemaligen Wahlkampfmanager Paul Manafort überraschend beendet worden. Manafort ist einer der wichtigsten Angeklagten in der Untersuchung zur Russland-Affäre von Sonderermittler Robert Mueller.

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