Deutschlands Beteiligung am Projekt „Nord Stream 2“ wird sowohl für die Ukraine als auch für ganz Westeuropa negative Folgen nach sich ziehen. Diese Meinung äußerte der ukrainische Vize-Minister für zeitweilig okkupierte Gebiete und vertriebene Personen Georgi Tuka gegenüber dem Fernsehsender ICTV.

Er erläuterte, obwohl der Westen ständig von einer Unterstützung Kiews spreche, baue Deutschland bei vollem Bewusstsein der „negativen Folgen“ „Nord Stream 2“.

Laut ihm verstehen die Europäer nicht, dass die ganze „westliche Zivilisation“ in Gefahr schweben werde, wenn sie Grundprinzipien wie Menschenrechte oder den Respekt für international anerkannte Grenzen gegen „Business-Projekte“ tauschen würden.

Zuvor hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während seines Kiew-Besuchs die Ukraine dazu aufgerufen, die Position Berlins zum Gaspipelineprojekt Nord Stream 2 nicht zu kritisieren.