Die Zeitung „The Wall Street Journal“ hat unter Berufung auf Quellen das Datum der möglichen Verhängung von US-Strafzöllen gegen China genannt.

Laut der Zeitung soll kurz vor der Abreise des US-Präsidenten Donald Trump nach Kanada ein Treffen der amerikanischen Handels-, Finanzminister sowie Vertreter des Weißen Hauses stattgefunden haben, bei dem dieses Thema behandelt wurde. Die US-Administration plant demnach nächste Woche, höchstwahrscheinlich ab Freitag, dem 22. Juni, die Zölle auf Einfuhren im Wert von Dutzenden Milliarden US-Dollar in Kraft zu setzen.

Die Liste von betroffenen Waren sei noch nicht völlig fertig. Ursprünglich ging es Medienberichten zufolge um Waren und Dienstleistungen im Wert von circa 50 Milliarden US-Dollar.

Dem Blatt zufolge bestätigte Trump bislang diesen Schritt nicht und kann sich es noch anders überlegen, um die Spannung in den Beziehungen zu China nicht zu erhöhen.

Zuvor hatte auch der chinesische Vizepremier Liu He laut Xinhua nach seinen Gesprächen in Washington gesagt, China und die USA hätten sich darauf verständigt, keinen Handelskrieg zu führen und die Verhängung gegenseitiger Zölle zu stoppen.

Die Konsultationen zwischen China und den USA über Wirtschaft und Handel haben am 17. und am 18. Mai stattgefunden.

Die Verhandlungsparteien haben vereinbart, „die Ausfuhren von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und im Energiebereich massiv zu steigern”. Die USA werden auch ihre Delegation nach China schicken, um weitere Details zu erörtern.

Im März hatten die USA neue Importzölle auf Stahl und Aluminium verhängt – zu den betroffenen Ländern zählte auch China. Im Gegenzug beschloss die Regierung in Peking Strafzölle auf eine Reihe von US-Waren, darunter Schweinefleisch und Obst. Später stellten die USA massive Strafzölle auf eine Palette von Hightech-Waren aus China in Aussicht. Chinesische Amtsträger warnten die Vereinigten Staaten vor protektionistischen Schritten und versprachen, bei Bedarf Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

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