Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa wies darauf hin, dass die jüngste Geschichte der angeblichen Nowitschok-Vergiftung von zwei Menschen in Amesbury bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Moskau ein logisches Ende haben sollte.

«Vier Monate lang haben wir nichts aus London gehört, außer ungenannten Quellen und was alles «höchstwahrscheinlich» sei. Denken Sie nicht, dass es eine Grenze gibt, nach der Sie zu einer konkreteren, gemeinsamen Arbeit übergehen sollten?», fragte sie.

Sacharowa sagte, dass Moskau wiederholt Einladungen zur Zusammenarbeit mit London übermittelt habe, aber diese bis heute unbeantwortet blieben. Und sie fügte hinzu, dass das Vereinigte Königreich von politischen «Intrigen» bezüglich der Untersuchung von Vergiftungen ablassen sollte. Die Kommentare treffen mitten in die Entwicklung eines neuerlichen «großen Vorfalls» in der britischen Stadt Amesbury.

Ein Paar, das als Charlie Rowley und Dawn Sturgess identifiziert wurde, wurde am vergangenen Samstag in das Krankenhaus von Salisbury gebracht, nachdem es bewusstlos und in einem kritischen Zustand in der Muggleton Road in Amesbury gefunden wurde.

Nach späteren Angaben der Polizei sei es dem Nervengas Nowitschok ausgesetzt gewesen. Der britische Innenminister Sajid Javid forderte gestern: Jetzt ist es an der Zeit, dass der russische Staat sich meldet und genau erklärt, was passiert ist. Lassen Sie mich klarstellen, dass wir keinen Streit mit dem russischen Volk haben.

Vielmehr ist es das Handeln der russischen Regierung, das unsere Sicherheit und die der internationalen Gemeinschaft weiterhin untergräbt. Wir werden den Aktionen, die unsere Sicherheit und die Sicherheit unserer Partner bedrohen, standhalten. Es ist völlig inakzeptabel, dass unser Volk entweder absichtlich oder durch Zufall ins Visier genommen wird, oder dass unsere Straßen, unsere Parks, unsere Städte Giftmülldeponien sind.»

Es sei dasselbe Gift, das im März in Salisbury gegen den ehemaligen russischen Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia eingesetzt worden sei. Großbritannien behauptete, dass „höchstwahrscheinlich“ die russische Regierung hinter der Vergiftung stecke. Beweise wurden allerdings niemals vorgelegt.

Dennoch aber wies Großbritannien seinerzeit 23 russische Diplomaten aus. Auch 18 weitere EU-Staaten sowie sieben Nicht-EU-Staaten wiesen ebenfalls «aus Solidarität» zu England Diplomaten Russlands aus. Die USA waren mit 60 ausgewiesenen Diplomaten, darunter zwölf UN-Vertretern an erster Stelle, gefolgt von Großbritannien mit 23 Ausweisungen auf dem zweiten Rang. Den dritten Platz errang die Ukraine mit 13 Ausweisungen.

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