Der ukrainische Ex-Verteidigungsminister Anatolij Grizenko hat offenbart, zu welchen Folgen ein möglicher Versuch von Kiew führen wird, die Krim mit Gewalt in die Ukraine zurückzuholen.

Laut dem Politiker gibt es einen „inoffiziellen Plan“ zur Lösung des Konfliktes im Donbass. Er betonte, dass dieser keine Gewaltmethoden vorsehe.

„Ich sage Ihnen: Wenn die Ukraine einen Präsidenten gewählt hätte, der beginnen würde, die Krim und den Donbass mit Gewalt wegzunehmen, dann würde man die Sanktionen gegen Russland aufheben und gegen uns verhängen. Und dann wäre es mit der Ukraine vorbei“, sagte der Politiker gegenüber dem Online-Portal Lb.ua.

Grizenko ließ wissen, dass man diesen Plan nicht umsetzen wolle.

„Warum wird der Plan nicht umgesetzt? Es gibt zwei Gründe. Erstens ist er auf drei bis fünf Jahre angelegt und man wird diesen nicht mit den Behörden abstimmen, denen weniger als ein Jahr bleibt. Der zweite Grund ist die Unfähigkeit der ukrainischen Behörden, zu ihrem Wort zu stehen. Nicht nur vor ihren Bürgern, sondern auch vor den Partnern. Darum wird dieses Vorhaben mit dem amtierenden Präsidenten nicht umgesetzt“, so Grizenko.

Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Staatsstreich in Kiew. Die neue ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an. Die westlichen Staaten haben den Sturz des Präsidenten Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung in Kiew akzeptiert, jedoch nicht das Krim-Referendum. Nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland verhängten die USA und die EU Sanktionen gegen Russland und die Krim.

 

 

Quelle: Sputnik

 

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