Länger bekannt und diskutiert werden Waffenlieferungen der USA an die Ukraine. Aber auch der kleine Staat Israel aus dem Nahen Osten ist an Waffenlieferungen beteiligt. Unter anderem wird direkt an das Neo-Nazi-Regiment Asow, welches auf YouTube mit israelischen Gewehren von Tavor hantiert. Darüber berichtete das Portal Electronic Intifada diese Woche.

Der israelische Jurist Eitay Mack protestierte am 26. Juni noch in einem Brief gegen diese Form der militärischen Unterstützung und forderte ein Ende der Waffenlieferungen an Kiew und seine Neo-Nazi-Regimente.

Das Azow-Regiment mit der Wolfsangel als Emblem wurde von Andrij Biletsky im Jahre 2014 als Freiwilligen-Bataillon gegründet. Nachdem man europa- und weltweit nach weißen Waffenbrüdern suchte, wuchs das einstige Bataillon zu einem Regiment. Dass man auch Waffen «Made in Israel» erhält, scheint dem Regiment nichts auszumachen, denn man brüstet sich in der Online-Propaganda mit den Waffen. Und dass Israel ausgerechnet an das nationalistische Bataillon seine Waffen liefert, die dann im Krieg im Donbass genutzt werden. Immerhin gilt das Bataillon als weit rechts und sieht sich in der Nazi-Tradition der Ukraine verpflichtet.

Aber bereits bekannt ist auch, dass der Jude Ihor Kolomojskyj, der im übrigen auch die israelische Staatsbürgerschaft innehaben soll, ebenfalls rechtsextreme Todesschwadrone — darunter auch Azow — finanzieren soll.

Unten sieht man wie ein Kämpfer vom Azow ein Tavor-Gewehr präsentiert.

Weiters kann man auf dem offiziellen Internetauftritt einen Kämpfer auf einem Foto sehen, der ein solches Gewehr in der Hand hält. Dieses Gewehr wurde von Israel Weapon Industries für israelische Spezialeinheiten entwickelt.

Israels Militärhilfe für die Ukraine und ihre Neonazis ahmen ähnliche Programme der Vereinigten Staaten und anderer NATO-Staaten einschließlich Großbritanniens und Kanadas nach. Oben trafen sich Azow-Vertreter mit kanadischen Diplomaten. Unten trifft sich Israels Verteidigungsminister mit dem ukrainischen Premier Wolodymyr Hrojsman.

Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman (links) traf sich letztes Jahr mit dem ukrainischen Premierminister, um tiefere militärische Beziehungen zu diskutieren. (Ukrainisches Regierungsportal)

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