Der Ukraine droht bei der Wasserversorgung ein Kollaps. Denn das einzige Chlor für Wasserentseuchung produzierende Unternehmen im Land wurde stillgelegt. Das geht aus einer Erklärung des Wasserversorgungsunternehmens „Kiewwodokanal“ hervor.

„Dniproazot“, eines der größten ukrainischen Chemieunternehmen, wurde Mitte Juni wegen hoher Gaspreise auf unbestimmte Zeit geschlossen.

„Kiewwodokanal“ verwies darauf, dass es wegen der Einstellung der Chlorproduktion bei „Dniproazot“ in “den Unternehmen des Wasserversorgungs- und Abwassersektors der Ukraine zu einer schwierigen Situation um die nachfolgende Desinfektion des Trinkwassers gekommen“ sei. Auf einigen Unternehmen würden Chlor-Reserven für nur sieben bis 20 Tage reichen.

Dabei betonte „Kiewwodokanal“, alternative Möglichkeiten für den Kauf von Chlor, unter anderem in Europa, seien mit Problemen verbunden.

Das Unternehmen warnte, falls „Dniproazot“ seine Arbeit nicht wieder aufnehme, würde ab der nächsten Woche die Wasserversorgung in einer Reihe von Regionen und Städten der Ukraine wesentlich eingeschränkt sowie an einigen Orten vollständig gestoppt werden.