In Wien leben viele Kroaten, die den Sieg ihrer Fußballmannschaft mit faschistischem Gruß und Symbolen der faschistischen Ustasa-Bewegung. Der Polizei schien das ziemlich egal zu sein, was im Wiener Stadteil Ottakring vor sich ging, wie Jorunalisten vor Ort bemerkten. Neben den provokanten Äußerungen der kroatischen Spieler, ist es ein weiterer Skandal, der anscheinend ohne Folgen blieb.

Radiojournalistin empörte sich auch dem Kurznachrichtendienst Twitter über die Symbolik und Gestik der kroatischen Fußballfans, die an einem Pub einen Aufkleiber mit kroatischer Flagge und dem Wort «End Sieg», eine Anspielung auf Hitlers Kriegsziel möglicherweise zu interpretieren. Auch über die Tatenlosigkeit der Wiener Polizei vor Ort wurde in diesem langen Tweet mit Diskussionen geschrieben. Ob das heute Abend sich ändern wird, wird man beobachten können.

Die Ustasa-Bewegung gilt als rechtsextrem, ihre Mitglieder waren die Kollaborateure der Nazis in den Jahren 1941 bis 1945. Mindestens 400.000 Leute fielen ihrer Bewegung zum Opfer. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum geht von 600.000 Opfer aus, schreibt die Kronen-Zeitung.

Auch ein Journalist von der Frankfurter Rundschau veröffentlichte einige Fotos mit kroatischen Fans, die ihre Ustasa-Flagge beim Spiel dabei hatten. Vielen dürfte dieses U auf der Fahne nebst Bedeutung und Hintergrund nicht aufgefallen sein.

Die Polizei schritt dennoch ein, nachdem die Fans mit Feuerwerkskörpern um sich geschmissen haben, die auch in Richtung Polizei flogen. Am Ende spricht ein Fan von einer «gelungenen Integrationsarbeit», die man mit den Kroaten erreicht habe.

Faschistengruß, Pöbelei und Pyrotechnik. Man müsse sich vorstellen, dass hier keine Kroaten, sondern Deutsche und/oder Österreicher ein solches Straßengelage veranstalten würde. Ein medialer Skandal wäre innerhalb von Stunden nach dem Spiel durch den Äther gehen, der weitreichende Konsequenzen haben dürfte. Daher dürfte man sich hier wohl fragen, warum Polizei und Justiz mit zweierlei Maß messen und man ständig bei Faschisten aus dem Balkan und der Ukraine ein Auge zudrückt.

Heute Spiel Kroatien gegen England im Halbfinale der Fußballweltmeister in Russland. Dort sorgten bereits Spieler und Betreuer mit provokanten Videos für Verstörungen. Neben «Belgrad muss brennen» wurde der Sieg der Kroaten als einen Sieg für die Ukraine gewidmet. Wohl wissend, dass die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine seit 2014 auf einem Tiefpunkt sind.

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