Das ukrainische Staatskomitee für Fernsehen und Hörfunk (Goskomteleradio) will nach eigenen Angaben gegen russische Verlagshäuser und Webseiten Sanktionen wegen „der Herausgabe von Literatur mit antikukrainischem Inhalt“ verhängen.

Nach dem Stand vom 10. Juli ist diese Liste durch 184 weitere Arten von Literaturerzeugnissen aus Russland ergänzt worden. Dazu gehören Werke von Sachar Prilepin, Eduard Limonow, Alexander Dugin und Anatoli Tereschtschenko sowie die Verlagshäuser „Veche“, „Eksmo“, „Centropoligraf“ und „Algoritm“.

Seinem Pressedienst zufolge hat das Komitee den zuständigen Behörden den Entwurf für einen Regierungserlass über Sanktionen gegen neun Verlagshäuser und drei Webseiten-Inhaber aus Russland vorgelegt, „die Literatur mit antiukrainischem Inhalt in Papierform oder in elektronischem Format zum Verkauf anbieten“.

Kiew hatte Ende Mai Sanktionen gegen das Medienhaus „Rossiya Segodnya“ und das Portal „RIA Novosti Ukraina“ verhängt und den Zugang zu den Webseiten „Rossiyasegodnya.rf“, „Sputniknews.com“, „Ria.ru“, „Rsport.ria.ru“, „prime.ru“, „realty.ria.ru“ gesperrt. Außerdem wurden 1748 natürliche und 756 juristische Personen auf die Sanktionsliste gesetzt.

Der Generaldirektor von „Rossiya segodnya“, Dmitri Kisseljow, führte diese Handlungen Kiews auf dessen Kraftlosigkeit zurück. Seiner Meinung nach bereiten sich die ukrainischen Behörden darauf vor, die Medienlandschaft im Wahl-Vorfeld zu „säubern“.

 

 

Quelle: Sputnik

 

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