In der Partei «Die Linke» wird aktuell über den Nahost-Konflikt diskutiert. Man ist sich einig, dass man die Angriffe Israels verurteile, nicht aber darüber, ob man die Hamas kritisieren soll.

Erst heute war es wieder soweit und eine Rakete aus dem Gazastreifen flog in Richtung Israel. Verletzt wurde keiner.Im Bundesvorstand der Oppositionspartei herrscht Uneinigkeit, wie man mit den Raketenangriffen der Hamas umgehen soll.

Die Linkspartei streitet wieder über Israel. Grund ist eine Resolution zu den Protesten in Gaza, die der neugewählte Bundesvorstand auf seiner Sitzung Anfang Juli beschloss. „Die Linke verurteilt das gewaltsame Vorgehen der israelischen Regierung und des israelischen Militärs gegen die mehrheitlich friedlichen Massenproteste der Palästinenser in Gaza“, heißt es darin. „Die Linke ruft außerdem zu einem Ende der Raketenangriffe aus Gaza auf Israel sowie zum Ende israelischer Angriffe auf den Gazastreifen auf“, schreibt die Berliner Tageszeitung. Im Antrag fehle, „dass die Raketenangriffe der Hamas verurteilt werden“, heißt es in einem Papier: „Es entsteht der Eindruck, dass der Vorstand der Partei Die Linke nicht willens ist, das Verletzen und Töten von Israelis durch die Raketenangriffe der Hamas zu verurteilen“, zitiert die taz, die Strömung „Emanzipatorische Linke“ in der Partei.

Im Klartext: Man streitet darum, wie man der Hamas umgehen soll. Soll man ihre Angriffe verschweigen und dadurch jeder Kritik entziehen? Oder soll man dazu Stellung beziehen. In der Partei war der Nahost-Konflikt des Öfteren ein Zankapfel gewesen. Der Konflikt zwischen Israel und Palästina spitze sich Anfang Dezember zu, nachdem US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannte, was weltweit — besonders in der arabischen Welt — auf Empörung stieß und weltweit für Protest sorgte.

Die Zahl der Toten stieg seit dem «Großen Rückkehrmarsch» am Anfang März auf 160 tote Palästinenser. Mehrmals bombardierte Israel während des Ramadan den Gazastreifen.

 

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