Mit den massiven Wirtschaftssanktionen gegen den Iran will Washington das Land ins totale Chaos stürzen. Das ist gefährlich und birgt die Saat für einen großen Krieg.

Von Marco Maier auf Contra Magazin

Die Trump-Administration spielt in Sachen Iran mit dem Feuer. Schon jetzt herrscht in Teilen der iranischen Bevölkerung Unfriede, weil die wirtschaftliche Lage des Landes vor allem infolge der ohnehin schon seit Jahrzehnten andauernden Sanktionen aber auch wegen der grassierenden Korruption katastrophal ist. Die Neocons in Washington wollen diese Unruhen verstärken, indem sie bestehende Sanktionen verschärfen und zudem auch den für den Iran überlebenswichtigen Export von Erdöl massivst beeinträchtigen wollen.

Doch wem nützt eine Destabilisierung des Irans? Den Iranern selbst auf jeden Fall nicht. Aber auch sonst ist die ohnehin schon fragile Region dadurch gefährdet, noch stärker in Hass und Gewalt abzudriften als es ohnehin schon der Fall ist. Vor allem spielen Trump, Bolton, Netanjahu & Co so den radikalen Elementen – nicht nur im Iran, auch in den Nachbarländern – geradezu in die Hände.

Aber Trump hat keine anderen Optionen mehr, nachdem er stets auf die Israel-Lobby in Kabinett und Familie hörte und so den Weg der maximalen Konfrontation einschlug. Nur ist der Iran nicht Nordkorea und in Teheran sitzen nicht lauter kleine verwöhnte Kim Jong Uns herum, sondern islamisch-ideologisch geprägte Männer, die einen Krieg nicht fürchten, wenngleich sie ihn auch nicht suchen. Das könnte den Amerikanern und auch den Israelis noch zum Verhängnis werden.

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