Das Thema Missbrauch belastet die katholische Kirche seit vielen Jahren.

Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in der Kirche war demnach in der Vergangenheit weit verbreitet – und ist auch heute keinesfalls überwunden. Es bestehe Grund zu der Annahme, dass der Missbrauch weiter andauere, hieß es. Deshalb wollen die deutschen Bischöfe vom 24. bis 27. September erneut eine Hotline für Betroffene von sexuellem Missbrauch freischalten. Das kündigte der Missbrauchsbeauftragte der DBK, Stephan Ackermann, am Mittwoch in Bonn an.

Den Berichten zufolge werteten die Autoren im Auftrag der DBK mehr als 38 000 Personal- und Handakten aus den 27 deutschen Bistümern aus. Für den Zeitraum von 1946 bis 2014 seien dort sexuelle Vergehen an 3677 überwiegend männlichen Minderjährigen protokolliert worden, hieß es in dem „Spiegel“-Vorab. Insgesamt 1670 Kleriker hätten diese Taten begangen. 4,4 Prozent aller Kleriker der deutschen Bistümer waren demnach mutmaßlich Missbrauchstäter. Mehr als jedes zweite Opfer sei höchstens 13 Jahre alt gewesen, in jedem sechsten Fall sei es zu Formen der Vergewaltigung gekommen.

 

 

 

Quelle: FNP

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