Mazedonische Auslandswähler können ab dem heutigen Mittwoch ihre Stimme beim Referendum über die Namenseinigung mit Griechenland abgeben. In 33 diplomatischen Vertretungen des Landes, das künftig «Nordmazedonien» heißen soll, hat um 7.00 Uhr früh die Stimmabgabe begonnen.

Das geringste Interesse am Referendum gibt es demnach im benachbarten Griechenland. Lediglich 15 Mazedonier haben sich bei der Botschaft in Athen für das Referendum registrieren lassen, das in Mazedonien selbst am Sonntag stattfindet. Beobachter gehen davon aus, dass etliche im Ausland lebende Mazedonier am Wochenende in ihr Heimatland reisen, um dort ihre Stimme abzugeben. Für ein erfolgreiches Referendum sind mehr als die Hälfte der Stimmen, also 50 Prozent, notwendig. In Zahlen ausgedrückt: bei 903.169 Stimmen, sagen  451 586 Wähler «Ja».

Die Stimmbürger befinden über eine bilaterale Einigung zwischen Athen und Skopje vom 17. Juni, das der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik den Weg zur NATO-Mitgliedschaft und zu EU-Beitrittsverhandlungen ebnen soll. Beides war von Griechenland jahrelang blockiert worden, weil dieses im Staatsnamen «Mazedonien» einen Anspruch auf die griechische Provinz Makedonien erkannte. Der Konflikt bestand seit der Unabhängigkeit Mazedoniens im Jahr 1992.

 

 

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