Der britische Außenminister Jeremy Hunt hat zum Umgang der Europäischen Union mit Großbritannien beim EU-Austritt einen Vergleich mit der Sowjetunion gezogen. Die negativen Äußerungen kommen, nachdem sich die Austritts-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien zunehmend schwieriger gestalten.

Der tatsächliche Austritt soll am 29. März 2019 erfolgen. Bis spätestens November 2018 soll eigentlich ein Abkommen stehen, das die Beziehungen nach dem Brexit regelt. Die Briten aber behaupten, dass die EU sie für ihren Austritt bestrafen wolle und verlangen ein Entgegenkommen der EU-Unterhändler in den Verhandlungen.

„Was ist mit dem Vertrauen und den Idealen des europäischen Traums geschehen? Die EU wurde gegründet, um die Freiheit zu schützen. Es war die Sowjetunion, die die Menschen daran gehindert hat, das Land zu verlassen. Und die Lektion aus der Geschichte ist klar: Wenn man den EU-Club in ein Gefängnis verwandelt, wird der Wunsch, aus ihm herauszukommen, nicht geringer werden, sondern er wird wachsen — und wir werden nicht der einzige Gefangene sein, der entkommen will“, sagte der britische Außenminister Jeremy Hunt Sonntagabend auf einem Konservativen-Parteitag in Birmingham.

Er fügte hinzu, dass — wenn die Europäische Union «die Hand der Freundschaft, die von unserer Premierministerin angeboten wird» ablehnt — es «eine schwer vermeidbare Tragödie für Europa» sein wird. Was den Plan der EU für Nordirland zur Vermeidung einer harten Grenze zu Irland betrifft, so bezog sich Hunt auf die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher, die die Worte sprach: «Nein, nein, nein, nein, nein.» Die Vorschläge der britischen Premierministerin Theresa May, wie der Umgang miteinander nach dem Brexit aussähe, wurde seitens der EU abgelehnt. Brüssel meint, dass Großbritannien versuche, sich den Verpflichtungen der Europäische Union zu entziehen, aber die Vorteile behalten wolle. Dem erteile die EU eine Absage und warf Großbritannien Rosinen-Pickerei vor. May steht nun unter Zugzwang, denn in den eigenen Reihen werden Stimmen lauter, sich nicht EU-Bedingungen — wie etwa einem Freihandelsabkommen nach EU-Vorgaben — zu unterwerfen.

Sie muss einerseits der EU entgegenkommen und andererseits dafür sorgen, dass die eigene Partei ihre Vorschläge mitträgt. Besonders die irische Grenze scheint zum unlösbaren Problem zu mutieren. Währenddessen werden Stimmen lauter, dass die Verhandlungen ins Leere laufen würden und Großbritannien drohe, ohne Abkommen die EU zu verlassen, also ein sogenannter «harter Brexit» erfolgen würde. Nutzungsrechte: ITN-Nachrichten

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