Der bei den Filmfestspielen in Cannes gefeierte Film «Donbass» gibt vor, ein Anti-Kriegs-Film zu sein. Doch tatsächlich wird der Krieg in der Ostukraine nicht kritisiert. Stattdessen rechtfertigt das Werk den Beschuss der dort lebenden Zivilisten.

Mit geschickt inszenierten Bildern präsentiert der bekannte ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa den Donbass als von barbarischen Untermenschen okkupierte Region. Sein Film macht sich die Propaganda zu eigen, mit der die ukrainische Regierung bis heute den Beschuss der Regierungsgegner im Osten des Landes rechtfertigt. EU-Länder wie Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Rumänien beteiligten sich mit Fördergeldern an dem Filmprojekt. Maria Janssen rezensiert den im Westen hochgelobten Film und fragt die Donbass-Bewohner (2. Video), was diese von Loznitsas Porträt ihrer Region halten.

Im Jahre 2014 wurde im Zuge des Maidan-Putsches in der Ostukraine ein Bürgerkrieg entfacht, der bis heute andauert und in letzter Zeit nahezu täglich zu Todesopfern geführt hat.

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