Die NATO erwartet zu ihrem größten Manöver seit Ende des Kalten Krieges rund 45 000 Soldaten. Bei der Ende Oktober in Norwegen beginnenden Übung, soll die Antwort des Militärbündnisses auf einen bewaffneten Angriff gegen einen Mitgliedstaat simuliert werden.

Dabei wird unter anderem getestet, ob die 29 Alliierten ihre Truppen im Ernstfall schnell verlegen können. Dazu die norwegische Außenministerin Ine Eriksen Söreide:

«Wir sehen keine militärische Bedrohung vonseiten Russlands. Wir sehen aber, dass dieses Gebiet für Russland an Bedeutung gewinnt. Wir sehen auch, dass sie ihre Militärübungen verstärken und die Präsenz erhöhen.

Auch wenn wir erkennen können, dass es keinen Grund zu der Annahme gibt, dass potenzielle Spannungen in der Arktis einsetzen könnten, so könnten sie leicht hier enden, wenn sie anderswo beginnen».

Vor allem Polen sowie die baltischen Alliierten Litauen, Lettland und Estland fühlen sich von der aktuellen Politik des großen Nachbarn verstärkt bedroht und fordern Aufrüstung und mehr Abschreckung.

Russland fühlt sich provoziert, in Moskau wird das Manöver als unverantwortlich kritisiert. Es trage zur Destabilisierung in der Region bei, erklärte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa.

Insgesamt werden neben den rund 45 000 Soldaten derzeit etwa 150 Flugzeuge, 60 Schiffe und mehr als 10 000 Fahrzeuge erwartet.

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