Das ukrainische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das den Gruß der ukrainischen Faschisten und Nazi-Kollaborateure im Zweiten Weltkrieg als offiziellen militärischen Gruß für ausnahmslos alle Waffengattungen nebst Polizei des Landes vorschreibt. 271 Abgeordnete der Rada haben für den vom Präsidenten des Landes Petro Poroschenko vorgelegten Gesetzesentwurf gestimmt – mindestens 226 Stimmen wären notwendig gewesen.

Der Gruß «Slawa Ukraini — Herojam slawa» («Ruhm der Ukraine! Ruhm den Helden!») mutet für einen Unwissenden zunächst relativ harmlos an, ähnlich wie «Vive la France!» – «Es lebe Frankreich!». Dass dem aus historischen Gründen nicht so ist, lässt sich leicht nachweisen: Es ist der Gruß paramilitärischer Einheiten ukrainischer Nationalisten, die nach dem Überfall auf die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg mit der deutschen Wehrmacht kollaborierten und gemeinsam Kriegsverbrechen begingen, darunter den Genozid an ethnischen Polen in Wolhynien.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieser Gruß in der Ukraine allein von Nationalisten und Rechtsextremisten benutzt und entspricht damit zwar nicht im Wortlaut, aber dafür im politischen Geiste dem deutschen Pendant «Sieg Heil».

Das Gesetz harrt nur noch auf die Unterzeichnung durch Poroschenko, der in seinem Twitter-Mikroblog die Grußformel als «sakrale Worte» und den Parlamentsbeschluss zu deren Einführung im Militär als «historisch» bezeichnete.

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