Der Jurist Brett Kavanaugh ist vom US-Senat in Washington als neuer Richter des Supreme Court bestätigt worden. Die Kammer stimmte mit 50 zu 48 Stimmen für den von US-Präsident Trump vorschgeschlagenen Kandidaten. Während der Abstimmung kam es zu Protesten.

Die Berufung des wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe umstrittenen Juristen hatte das Land wochenlang in Atem gehalten und im Kongress zu erbittertem Streit zwischen Republikanern und Demokraten geführt. Rund um die Anhörung im Senat war es zu großen Protesten und Demonstrationen gekommen.

Mehrere Frauen hatten dem 53-Jährigen sexuelle Übergriffe zu Studienzeiten vorgeworfen. Bis zuletzt war deshalb unklar, ob die Republikaner eine Mehrheit für Kavanaugh bekommen würden.

Kavanaugh — der die Vorwürfe während seiner Anhörung vehement abgestritten hatte — nimmt am Supreme Court den Sitz des moderaten Richters Anthony Kennedy ein, der Ende Juli in den Ruhestand gegangen war. Er galt bei vielen Entscheidungen als Zünglein an der Waage zwischen liberalen und konservativen Richtern.

Durch die Nominierung Kavanaughs erwarten Beobachter, dass auf absehebare Zeit eine Mehrheit für konservative Entscheidungen des Gerichts gesichert ist. Die Entscheidung wird deshalb als großer Erfolg für Trump gewertet.

Text / Video: euronews

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