Als extrem brutal und grausam wird der Mord an der Journalistin Viktoria Marinowa von Regierungsvertretern in Bulgarien beschrieben. Die junge Frau ist am Samstag in der nordöstlichen Stadt Russe beim Joggen überfallen, heftig geschlagen, vergewaltigt und erwürgt worden.

Da sie erst kürzlich in ihrer Sendung „Detektor“ eine angebliche Veruntreuung von EU-Fördergeldern durch lokale Politiker und Geschäftsleute thematisierte, mutmaßen in sozialen Medien viele Menschen, dass ihre Arbeiten zu dem Thema zusammen mit investigativen Journalisten aus Bulgarien und Rumänien das Motiv gewesen sein könnten. Generalstaatsanwalt Sotir Zazarow betonte vor der Kamera, dass in alle Richtungen ermittelt werde. Der bulgarische Innenminister Mladen Marinow erklärte ebenfalls, dass nichts ausgeschlossen würde.

„Wir arbeiten an verschiedenen Theorien, es könnte ein spontanes Verbrechen gewesen sein, das von einer psychologisch verrückten Person mit einem starken sexuellen Trieb begangen wurde, oder eine geplante Tat, die von jemandem mit einer persönlichen Motivation begangen wurde.“

Reuters schreibt mit Berufung auf auf eine Regierungsquelle, dass heute ein Tatverdächtiger verhaftet worden sei. Laut unbestätigten Berichten in bulgarischen Medien soll der Mann die rumänische Staatsbürgerschaft und einen moldawischen Pass besitzen.