Kolleginnen und Freunde haben im bulgarischen Ruse der ermordeten Fernsehjournalistin Viktoria Marinowa gedacht. Der mutmaßliche Täter ist in Deutschland in Haft.

Iwan Stefanow Iwanow, der stellvertretende Leiter des Fernsehens TVN, war einer der Kollegen und besten Freunde Viktorias. Gemeinsam produzierten sie das Programm, das Viktoria moderierte: «Sie war sehr optimistisch und klug. Verantwortungsvoll und sehr mutig.»

In ihrer letzten Sendung hatte sie mit zwei Journalisten gesprochen, die an einer rumänisch-bulgarischen Untersuchung beteiligt sind. Dabei geht es um die Veruntreuung von EU-Geldern, in die Geschäftsleute und Politiker verstrickt sind.

«Ich wurde befragt und habe eine Menge über Korruptionsfälle in beiden Ländern, über Geldwäsche und darüber erzählt, wie die Organisierte Kriminalität vorgeht», berichtet der rumänische Journalist Attila Biro, der für Rise Project Romania arbeitet.

Der brutale Mord an Viktoria Marinowa hat die Öffentlichkeit wachgerüttelt. Ihre Beisetzung findet an diesem Freitag statt.