Nach der Bayernwahl gibt es zahlreiche Theorien, warum CSU und SPD verloren haben. Politikwissenschaftler Werner Patzelt ist sich sicher: Es hat auch mit der jeweiligen Haltung in der Migrationsfrage zu tun. Gleiches gilt demnach für das Abschneiden von Grünen und AfD. Es gibt zwei verschiedene Erklärungen des Wahlergebnisses und folglich zwei verschiedene Einschätzungen.

Erklärung eins sagt, dass die CSU durch ihre alte hartnäckige Haltung bei der Migrationspolitik selber schuld daran sei, dass die AfD so groß geworden wäre. Und dann ist die logische Folgerung die, dass die CSU vollständig die Migrationspolitik der Kanzlerin Merkel unterstützen und Horst Seehofer aus seinem Amt als Innenminister entlassen muss.

Die andere Erklärung ist, dass die CSU deswegen verloren hat, weil viele in Bayern die Hoffnung verloren haben, die CSU könnte die CDU auf einem „vernünftigen“ Kurs halten. Das hat die CSU diesmal nicht geschafft, infolgedessen hat sich eine weitere Anti-Merkel-Wahl ereignet. Das hat die AfD großgemacht. Und folglich richtig wäre eine Wende hin zu einer fruchtbaren Migrations- und Integrationspolitik und für die CDU, sich alsbald von der Vorsitzenden Merkel zu trennen.

 

 

Quelle: Sputnik

Foto: Zimbio

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