Nord- und Südkorea brauchen zu ihrer Wiedervereinigung die USA nicht – und schon gar keine Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen. Vielmehr haben beide Länder jetzt damit begonnen, 20 Posten an der gemeinsamen schwer befestigten Grenze zu zerstören. Zuvor waren bereits Soldaten und Militärmaterial abgezogen worden, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Seoul meldete.

Damit erfüllten die beiden koreanischen Staaten eine von ihren Generälen Ende Oktober geschlossene Vereinbarung. Diese sieht vor, daß jeweils zehn Posten in der entmilitarisierten Pufferzone beiderseits der Grenze entfernt werden. Jeweils ein Posten soll demnach bestehen bleiben. Langfristiges Ziel ist die Beseitigung aller Posten entlang der 250 Kilometer langen Grenze.

Panmunjom ist der einzige Ort an der Grenze, an dem sich Soldaten beider Länder noch direkt gegenüberstehen. Dort befinden sich nach dem Abzug von Waffen und Wachposten noch jeweils 35 Unbewaffnete auf beiden Seiten. In Panmunjom finden häufig Gespräche zwischen Nord- und Südkorea statt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und der südkoreanische Präsident Moon Jae-in hatten bei ihrem dritten Gipfeltreffen im September unter anderem vereinbart, die Spannungen entlang der gemeinsamen Grenze zu entschärfen.

Unterdessen gehen die Gesten der Versöhnung zwischen beiden Landesteilen, die sich offiziell noch immer im Kriegszustand miteinander befinden, weiter. Südkorea schenkte Nordkorea jetzt 200 Tonnen Mandarinen, die dort eine Rarität sind. Seoul revanchiert sich mit der Gabe für zwei Tonnen Kiefernpilze aus dem Norden. Diese hatte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in bei ihrem dritten Gipfeltreffen zum Geschenk gemacht. Die Pilze, denen auch gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt werden, wurden an südkoreanische Familien mit Angehörigen in Nordkorea verteilt.

 

 

Quelle: Zuerst!

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