Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters harsche Kritik an der Handels- und Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten geäußert.

Wörtlich sagte Schröder: „Wir können uns nicht gefallen lassen, daß wir wie ein besetztes Land behandelt werden.“ Und weiter: „Wenn ich mir das Agieren des amerikanischen Botschafters in Deutschland so anschaue, habe ich den Eindruck, er versteht sich eher als Besatzungsoffizier denn als Botschafter der Vereinigten Staaten in einem souveränen Staat.“

Schröder forderte vielmehr eine bundesdeutsche Außenpolitik, die sich an China orientiere und die Annäherung mit dem Reich der Mitte forciere. „Es ist doch zwangsläufig so, daß diejenigen enger zusammenrücken müssen, die von den Konflikten betroffen sind, die von den Vereinigten Staaten ausgehen“, sagte der ehemalige Bundeskanzler, der fortfuhr: „Wir können uns doch nicht aufstellen lassen als Teil eines amerikanischen Handelskonflikts mit China, sondern wir müssen unsere Export-Interessen im chinesischen Markt entschlossen wahrnehmen.“

 

 

Quelle: Zuerst!

Foto: Politikus

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