Im Freistaat wurden 1.566 Zuwanderer als sogenannte Mehrfachintensivtäter Asylbewerber im Polizeilichen Auskunftssystem erfaßt.

Die Zahlen stiegen dabei von Quartal zu Quartal, im ersten Viertel des Jahres waren es noch 1.403, im zweiten 1.472. Das ist ein Gegentrend zum letzten Jahr, in dem es noch einen kontinuierlichen Rückgang und generell weitaus niedrigere Zahlen gegeben hat. Die Änderungen gehen aber wohl auch auf geänderte Kriterien zurück. Als Intensivtäter gilt ein Asylbewerber, der mehr als fünfmal innerhalb eines Jahres als Tatverdächtiger mit Straftaten in Erscheinung getreten ist.

Seit Anfang diesen Jahres gelten als solche auch Tatverdächtige von mindestens zwei Verbrechen mit einer Mindeststrafe von einem Jahr Haft. Davon sind in Sachsen vor allem Personen aus den Maghreb-Staaten betroffen, von den 1.566 ausländischen Intensivtätern entstammen jeweils 276 aus Tunesien und Libyen. Diese werden überproportional straffällig. So lebten im vergangenen Jahr knapp 2.000 Libyer in Sachsen, von denen 1.100 als Tatverdächtige geführt wurden. Aus Tunesien lebten 773 Personen mit legalem Aufenthalt in Sachsen – bei 811 Tatverdächtigen.

Etwa zehn Prozent der Intensivtäter sitzen aktuell in Haft, die Hälfte davon entstammt aus Libyen, Tunesien oder Georgien. Doch nur 42 dieser Intensivtäter wurden bis August diesen Jahres abgeschoben, obwohl allein 700 Libyer ausreisepflichtig sind.

 

 

Quelle: Zuerst!

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