Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat beim Strafgericht einen Antrag auf Haftbefehle gegen den ehemaligen stellvertretenden Geheimdienstchef Saudi-Arabiens, General Ahmed Asiri, und Saud al-Qahtani, einem ehemaligen Adjutanten des saudischen Kronprinzen, eingereicht.

Es besteht ein «starker Verdacht», dass Asiri und Qahtani zu den Planern von Dschamal Khashoggis Ermordung gehörten, heißt es in einer Erklärung des Generalstaatsanwaltschaftsbüros.

Der Schritt spiegelt die Ansicht wider, dass die saudischen Behörden keine formalen Maßnahmen gegen diese beiden Saudis ergreifen werden, zitierte Reuters einen hohen türkischen Beamten.

Der Beamte fügte hinzu, dass Saudi-Arabien die internationale Besorgnis über die Hintergründe der Ermordung des Journalisten ausräumen könnte, indem es alle Verdächtigen, die an dem Mord beteiligt waren, an die Türkei ausliefert.

Ahmad bin Hassan al-Asiri ist Generalmajor und ehemaliger Vizedirektor des saudischen Nachrichtendienstes al-Muchabarat al-‘Amma.

Al-Asiri war bis zum 27. Juli 2017 Sprecher der Operation Decisive Storm und Operation Restoring Hope als Teil der Saudisch geführten Koalition im Jemen.

Im April 2017 wurde der General zum Vizedirektor der Saudischen Geheimdienst berufen. Während seiner Amtszeit soll er eine geheime Einheit, welche in den Medien gemeinhin als „Tiger Team“ bekannt ist, aufgestellt haben um verdeckte Spezialeinsätze durchzuführen.

Khashoggi wurde am zweiten Oktober im Istanbuler Konsulat des saudischen Königreichs von einem Team aus 15 Agenten getötet, die eigens für den Mord in die Türkei reisten. Alle identifizierten Personen haben die Türkei inzwischen verlassen.

Quelle: RT