Nach dem Vorfall in der Meerenge von Kertsch trifft Washington Vorbereitungen für die Entsendung eines ihrer Kriegsschiffe ins Schwarze Meer. Das berichtet der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf US-Beamte.

Demnach beauftragte das US-Militär das Außenministerium, die Türkei über mögliche Pläne einer Kampfschiff-Entsendung ins Schwarze Meer zu benachrichtigen.

„Die Vereinigten Staaten üben ihre Tätigkeiten im Einklang mit dem Vertrag von Montreux aus. Jedoch werden wir uns zur Art unseres diplomatischen Schriftwechsels mit der türkischen Regierung nicht äußern“, zitiert der Sender einen Sprecher des Außenamtes.Die Benachrichtigung würde der US-Marine die Möglichkeit geben, ein Kriegsschiff in diesen Bereich zu schicken, so CNN unter Berufung auf Offizielle. Diese Option werde jedoch nicht unbedingt gewählt werden.

Der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für die Verteidigung der Staatsduma (Parlamentsunterhaus), Juri Schwytkin, erklärte, dass Moskau im Fall eines Auftauchens von einem US-Kampfschiff an der russischen Grenze antworten werde.„Woher die Aggression oder die provokativen Handlungen auch kommen mögen – ob von der Ukraine oder den USA – ist für uns nicht sonderlich relevant. Unserer Ansicht nach darf die Staatsgrenze nicht berührt werden. Wir werden darauf entsprechend antworten. Ich möchte auf keinen Fall, dass unsere U-Boote vor der amerikanischen Küste auftauchen“, sagte Schwytkin vor der Presse.

Ukrainische Provokation in der Straße von Kertsch

Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Schiffe aufgebracht und die 24-köpfige Besatzung, darunter mindestens zwei Geheimdienstler, festgesetzt. Die Schiffe, die Waffen an Bord hatten, wollten ins Asowsche Meer fahren, ohne dass die Durchfahrt zuvor beim russischen Grenzschutz angemeldet worden war. Die Schiffe mit abgeschalteten Transpondern drangen unerlaubt in das russische Territorialgebiet ein und reagierten nicht auf Warnungen der russischen Seite, dass sie die Staatsgrenze verletzt hätten.

Moskau bezeichnete dies als einen Verstoß gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen sowie gegen bilaterale Vereinbarungen zwischen den beiden Ländern.

 

 

Quelle: Sputnik