Während in Frankreich die Polizei brutal auf Demonstranten einschlägt, sie mit Tränengas — auf eine chemische Waffe — bespritzt und es bereits Tote und Verletzte gegeben hat, berichten westliche Leitmedien eher verhalten über diese Vorfälle. Anstatt seriös zu berichten und Videos von dieser massiven Brutalität zu zeigen, heißt es, dass Russland diese Proteste befeuern würde, wenn nicht selbst hinter diesen Protesten stecke.

Das Portal T-online schreibt unter Berufung auf auf die französische Agentur AFP, dass man das Geschehen «verzerre»:

Mit den Accounts werde hauptsächlich Desinformation russischer Staatsmedien RT, Sputnik News und Ruptly verbreitet. Bereits im Wahlkampf hatten die Medien Falschbehauptungen über Emmanuel Macron verbreitet, den heutigen Präsidenten Frankreichs. Auch hatte es Hacker-Attacken auf die Kampagne gegeben, die Russland zugeschrieben werden. Offenbar hat sich die Agenda nicht geändert. Recherchen von t-online.de hatten vor Kurzem eine heimliche Medienzentrale des russischen Staats mitten in Berlin aufgedeckt.

Man verzerre das Geschehen? Warum? Weil diese Portale ihre Reporter an die Fronten Frankreichs schickt, wo sie unter Einsatz ihrer Gesundheit das Geschehen dort filmen? Die Proteste in Frankreich, die von den Gelbwesten angeführt werden, dauern schon seit Wochen an.

Auf einmal will man eine heimliche Medienzentrale des russischen Staates in Berlin entdeckt haben? Wen denn? Ruptly, die seit mehreren Jahren eine Nachrichtenagentur betreiben und Korrespondenten auf der ganzen Welt beschäftigen, während westliche Agenturen durch Massenentlassungen und Fusionen das Gegenteil machen? RT Deutsch, die seit 2014 endlich einen deutschsprachigen Sender aufgebaut haben, den es schon in englischer und spanischer Sprache länger gibt? Sputnik,  eine Agentur aus RIA Novosti und Stimme Russlands hervorgegangen?

Oder Redfish, ein Medienunternehmen, welches man ohne große Recherche hätte schnell auch Rossija Segonia hätte zuschreiben können. Macht Redfisch ein Geheimnis aus ihrer Tätigkeit? Treten diese nicht offen im Internet auf — wie beispielsweise andere westliche Portale wie Buzzfeed oder Business Insider? Doch, aber alles sei heimlich, weil nicht gleich die russische Fahne auf dem Dach der Büros hängt.

Was machen diese Unternehmen außer Journalisten einstellen, die dann auf der ganzen Welt, vor allem in Kriegs und Krisengebieten, Videomaterial produzieren und dieses zwar auch verkaufen, aber auch mit Label öffentlich zugänglich machen? Wo ist die Desinformation, wenn man ohne Worte oftmals Videos von Ausschreitungen zeigt?

Achja, stimmt! Desinformation sind alle Informationen, die westliche Medien gerne verbergen, um ihren eigenen unsinnigen Narrativ nicht zu konterkarieren. Dieser Begriff wird den Russen genauso zugeschrieben wie Fake News oder Verschwörungstheorien. Fake News wurde 2016 geschaffen, weil immer mehr Nachrichten aus Fakten generiert wurden, die halt noch keine Zusammenhängende Theorie sind, sondern nur eine Nachricht (News), von einem aktuellen Geschehen sind.

Und es hieß, dass Falschbehauptungen gegen Emmanuel Macron bereits im Präsidentschaftswahlkampf verbreitet wurden. Sputnik international schrieb, dass der Präsident mit seiner reifen Ehefrau angeblich homosexuell sei. Ein Gerücht, dass News Front damals nicht aufgegriffen hat. Dennoch sorgte Macron in jüngster Zeit selbst immer wieder dafür, dass dieses Gerücht sich erhärtet. Fotos mit halbnackten jungen Männern sind dafür das jüngste Beispiel.

Der junge Präsident Frankreichs wurde 2017 als Sensation in den westlichen Medien gefeiert, obwohl sich sein Weg als Präsident schon relativ früh abzeichnete. Er machte unter Ex-Präsident Francois Hollande schnell Karriere und trat 2016 als Wirtschaftsminister zurück und baute mit Hilfe der Hochfinanz und der gehobenen Mittelschicht eine neue Bewegung auf, die sich «En marche!» nennt.

Das alles klang damals sehr vielversprechend und man feierte zunächst den jungen Präsidenten und verkaufte seinen Sieg während der Präsidentschaftswahl als Sensation. Aber westliche Medien hatten ihn unkritisch unterstützt. Frankreichs Medien kannten nur noch den «guten Macron» und die «böse Le Pen», was im Medien unhinterfragt kopiert wurde. Man bildete sich keine eigene Meinung sondern übernahm unhinterfragt den französischen Qualitätsjournalismus.

Russische Medien taten das nicht. Sie haben auch keine Agenda gegen Macron gefahren, sondern umgekehrt war es der Fall gewesen. Sputnik-Journalisten wurde kurz nach seiner Wahl die Akkreditierung verweigert. Sie bekamen keinen Einlass mehr, wurden behandelt wie Kriminelle oder russische Agenten, während westliche Medienvertreter natürlich hofiert wurden.

Der ehemalige Rothschild-Banker Emmanuel Macron macht eine Politik für die Reichen und gegen die Armen. Auch die globale Öko-Agenda mit der einhergehenden Erhöhung der Benzinkosten, brachten die Lage zum Eskalieren. Gegen diese Politik lehnen sich die meisten Franzosen auf. Es wird eine Politik betrieben, wo eine Umverteilung von unten nach oben betrieben wird.

Und in Sachen gewaltsame Proteste kennt sich Macron aus: Um sich 2014 international zu profilieren, war Macron einer der Organisatoren gewesen, die den Maidan-Putsch organisierten. Das ergab eine Auswertung von E-Mails zu dieser Zeit.

Und wer die Franzosen ein bisschen kennt, der weiß auch, dass sie keine russischen Medien brauchen, um sich gegen den Staat aufzulehnen. Proteste gab es immer wieder. Auch streiken die Franzosen gerne, wenn es darum geht, dass sie wieder von ihrer Arbeit leben können.

Bereits vor wenigen Tagen versuchten die großen Medien im Westen Russland die Schuld an Frankreichs Unruhen zu geben, so wie immer, wenn etwas in der Welt geschieht, was den westlichen Eliten nicht passt. Wenn russische Medien ein Gerücht aufgreifen, was nicht belegt ist, dann wird in westlichen Medien daraus eine große Geschichte gemacht.

Dabei arbeiten westliche Medien selbst mit Gerüchten, Halbwahrheiten und Lügen. Auch die Agentur News Front wurde solchen Vorwürfen oftmals ausgesetzt. Die deutsche Wochenzeitung Die Zeit behauptete einst, dass News Front — wie die staatlichen Kreml-Medien — versuche die Wahlen in Deutschland zu manipulieren. Beweise dafür? Fehlanzeige! Richtigstellung? Vergessen Sie es!

 

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