Dem Jahresbericht der Nichtregierungsorganisation (NGO) ‘Reporter ohne Grenzen’ zufolge sind im Jahr 2018 mindestens 80 Reporter und Medienschaffende bei der Ausübung ihres Berufes ums Leben gekommen. Ein „erschreckendes Zeichen“ sei, dass viele Journalisten außerhalb von Kriegsregionen ermordet wurden.

2018 wurden 15 Medienmitarbeiter mehr als im Vorjahr getötet, dass entspreche einem Anstieg von 23 Prozent. Dabei kam mehr als die Hälfte von ihnen in nur fünf Ländern ums Leben: in Afghanistan (15 Opfer), Syrien (11), Mexiko (9), Jemen (8) und Indien (6), wie die Organisation am Montag in Berlin mitteilte. Auch in den USA starben 6 Journalisten. Vier von ihnen wurden beim Anschlag auf die Zeitung „Capital Gazette“ in Annapolis im US-Staat Maryland getötet.

Weltweit wurden in den vergangenen zehn Jahren 702 professionelle Journalisten getötet.

Die Dunkelziffer dürfte aber noch höher liegen, denn es ist zu beachten, dass die NGO bei ihren Zählungen nicht unbedingt jeden Journalisten berücksichtige, der tatsächlich starb.

Reporter ohne Grenzen forderte die UN auf, sich für einen Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalisten einzusetzen. Zwar gebe es UN-Resolutionen für einen besseren Schutz für Journalisten vor allem in Konfliktgebieten, sie hatten aber bislang kaum konkrete Auswirkungen auf die Lage der Betroffenen.

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