Nord- und Südkorea haben jetzt in einer symbolischen Zeremonie die Wiederaufnahme von Straßen- und Eisenbahnverbindungen zwischen den beiden Ländern weiter vorangetrieben. Rund zehn Delegierte beider Länder wohnten am Panmun-Bahnhof in der Grenzstadt Kaesong der Enthüllung eines Wegweiser-Schildes zu den jeweiligen Hauptstädten Seoul und Pjöngjang bei. Das berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin Zuerst! am Sonntag.

Ein Sprecher des südkoreanischen Ministeriums für Wiedervereinigung bekräftigte, daß es sich bei der Zeremonie nicht um den Beginn der Bauarbeiten, sondern lediglich um einen „Ausdruck der Verpflichtung“ handele. Der tatsächliche Start der Baumaßnahmen hänge vom „Fortschritt der Denuklearisierung im Norden und den Umständen hinsichtlich der Sanktionen“ ab.

Die Wiederaufnahme des Zugverkehrs hatten Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und der südkoreanische Staatschef Moon Jae In bereits bei einem Treffen im September vereinbart.

Die letzte regelmäßige Zugverbindung war im Koreakrieg (1950-1953) eingestellt worden. Für eine Mission zur Prüfung der Wiederaufnahme von Eisenbahnverbindungen hatte der UN-Sicherheitsrat eigens eine Ausnahme von den gegen Nordkorea verhängten Sanktionen gebilligt. Die Begutachtung des Schienensystems wurde nun im Dezember abgeschlossen.

An der Zeremonie in Kaesong nahmen auch hochrangige Vertreter aus Rußland, China und der Mongolei teil. Die drei Länder hoffen, daß die koreanische Halbinsel in absehbarer Zukunft über die transsibirische Eisenbahn durch China und die Mongolei mit Europa verbunden sein wird.

Quelle: Zuerst!

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