Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat gestern, keine zwei Tage vor Neujahr, Bilanz für 2018 gezogen. Zwar erklärte er, dass andere beurteilen müssten, ob auch er seinen Job gut gemacht hätte, was er aber nicht unkommentiert lassen wolle, sei die fortdauernde Eindämmungspolitik gegen Russland.

Europa sei offenbar noch immer nicht der Lage, souverän zu agieren, sondern handele oftmals im Sinne der USA im Widerspruch zu den eigenen Interessen, sogar wenn die eigene Sicherheit dadurch in Gefahr gerät.

«Wir würden gerne sehen, wie unsere europäischen Kollegen ihre Unabhängigkeit in realen Szenarien nutzen, aber leider scheinen sie noch nicht ganz bereit dafür zu sein. Und sie folgen den USA weiter, auch wenn sie in Konflikt mit ihren eigenen Interessen geraten», sagte Lawrow einem Reporter.

Der russische Spitzendiplomat führte die Tatsache an, dass die europäischen Länder es versäumt haben, eine von Russland unterstützte Resolution bei den Vereinten Nationen zu unterstützen, die den Intermediate Range Nuclear Forces Treaty (INF Treaty) erhalten würde. Die USA haben angedroht, sich einseitig aus dem seit 30 Jahren bestehenden Rüstungsvertrag zurückzuziehen.

Dadurch drohe eine Stationierung nuklearer Mittelstreckensysteme der USA auf europäischem Boden, was durch den INF-Vertrag eigentlich unterbunden war. Sollte es zu einer solchen Stationierung kommen, müsse Russland dementsprechende militärische Gegenmaßnahmen ergreifen.

Die europäischen Staaten hätten nicht nur aktiv gegen den Vertrag gestimmt, sondern würden damit auch ihre eigene Sicherheit aufs Spiel setzen. Für 2019 sagte Lawrow, dass der russische Präsident Wladimir Putin bereit wäre, seinen amerikanischen Amtskollegen Donald Trump» in dem Moment zu treffen, in dem Washington bereit ist».

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