Lagebericht des Vizekommandeurs der Volksrepublik Donezk

In den letzten 24 Stunden hat sich die Lage an der Kontaktlinie nicht wesentlich geändert und bleibt durch die Volksmiliz der Republik kontrollierbar. Aber die Kämpfer der 128. Gebirgssturmbrigade, die vom Kriegsverbrecher Sobko geleitet wird, will den „Weihnachtswaffenstillstand», der von der Kontaktgruppe bestätigt wurde, nicht einhalten und hat Dokutschajewsk mit großkalibrigen Maschinengewehren beschossen. In der Folge eines zielgerichteten Beschusses wurde die Verglasung eines Hauses in der Lenin-Straße 98 beschädigt.

Jetzt gehe ich auf einige Details der erfolglosen Provokation des Gegners ein, über die wir vor einigen Tagen berichtet haben. Ich erinnere daran, dass ukrainische Kämpfer am Abend des 28. Dezember im Vorfeld des Inkrafttretens des „Weihnachts“waffenstillstands aufgemuntert durch die lügenhafte Erklärung Birjukows über eine Einnahme praktisch der gesamten „grauen Zone“ einen militärischen Ausfall in Richtung Mariupol unternahmen.

In der Folge der vom Kommandeur der 128. Brigade Sobko „fachkundig“ geplanten Operation gerieten zwei Gruppen ukrainischer Kämpfer mit je 12-14 Mann, die verdeckt zu unseren Positionen vorzudringen versuchten, auf ein eigenes Minenfeld. Der Gegner erlitt ohne dass es zu einem Kampf kam folgende Verluste: zwei Tote und drei Verletzte. Danach flohen die Diversanten schmählich.

Unsere Verteidiger haben einen der ukrainischen Kämpfer gefangen genommen, der von seinen „Kollegen“ bei der panischen Flucht zurückgelassen wurde. Bei dem Gefangenen stellten die Ärzte eine Unterkühlung fest, er wird derzeit qualifiziert ärztlich behandelt.

Während einer vorläufigen Befragung kamen interessante Fakten ans Licht. Unter anderem wurden die von uns zuvor genannten Informationen über einen vom ukrainischen Kommando geplanten Angriff in Richtung Mariupol bestätigt, bei dem eine der hauptsächlichen Stoßkräfte gerade die 128. Gebirgssturmbrigade sein sollte. Der gefangene Kämpfer berichtete, dass Gerüchte über einen Angriff in den Reihen der ukrainischen Besatzungskräfte Panik hervorgerufen haben, weil die überwältigende Mehrheit seiner Kameraden zu einem Zweck in die Konfliktzone gekommen war – die vorgeschriebene Zeit im Schützengraben abzusitzen, ein wenig Geld zu erarbeiten und schnell nach Hause zurückzukehren. Nach seinen Worten hat niemand die Absicht, sein Leben für die Interessen der Oligarchen zu riskieren
Der Kämpfer tat viel Interessantes darüber kund, wie die Militärkommissariate die Pläne zur Auffüllung der Brigaden mit „Freiwilligen“, die in die Zone der Kampfhandlungen geschickt werden, erfüllen sowie über den niedrigen moralisch-psychischen Zustand der Soldaten an der Front. Die Militärkommissare und die Polizei ergreifen Bürger im Einberufungsalter, Ermittler leiten fabrizierte Strafverfahren zu erdachten Fällen ein. Danach werden die Festgenommenen vor die Wahl gestellt – ins Gefängnis zu gehen oder als „freiwilliger Vertragssoldat“ das Regime Poroschenko zu verteidigen.

Wenn sie sich in der Zone der Kampfhandlungen befinden übergeben die Brigade- und Bataillonskommandeure ihre Unterstellten zur „Ausbeutung“ als gering bezahlte Arbeitskräfte an Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe. Alle von ihnen erarbeiteten Gelder nehmen die Sklavenhalterkommandeure selbst ein. Dieses Geschäft ist in allen Einheiten der 128. Brigade verbreitet. Für die so im Hinterland dazuverdienenden Kämpfern „decken“ die Kommandeure so ihre täglichen Soldzahlungen. Die Kämpfer, die mit dieser Arbeit nicht zurechtkommen werden zur Strafe an die Frontpositionen geschickt, wo ihnen aber die zusätzlichen Zahlungen gestrichen werden. Im allgemeinen, wie man so sagt, der eine geht in den Krieg, der andere verdient daran.
Der Gefangene bestätigte auch Fälle vorsätzlicher Feuerprovokationen, die die ukrainischen Kämpfer durchführen. Nach seinen Worten führen die Scharfschützen der bewaffneten Formationen der Ukraine provokative Beschüsse der Positionen der Volksmiliz der Republik durch, wonach die ukrainischen Kämpfer dann das Feuer auf unsere Positionen und Ortschaften unter Verwendung von Mörsern durchführen.
Ich merke an, dass die 128. Gebirgssturmbrigade in Mukatschewo im Oblast Transkarpatien stationiert ist. Wie bekannt ist fördert die militärisch-politische Führung der Ukraine in der letzten Zeit die Verfolgung nationaler Minderheit, besondere in den westlichen Regionen des Landes, in erster Linie ethnischer Ungarn im Oblast Transkarpatien.
Nach den Worte des Gefangenen betrachten seine Kommandeure völlig ernsthaft den Einsatz des Personals und der Militärtechnik zur gewaltsamen Unterdrücken von Massenaktionen von Seiten der Ungarn, die in Transkarpatien leben, und er selbst war mehrfach Zeuge solcher Aussagen. Insbesondere gehen unter den Soldaten der Brigade Gerüchte um, dass die Verlegung eines Bataillons der 128. Brigade nach Beregowo, wo eine der größten ungarischen Gemeinschaften lebt, geplant ist.
Poroschenko und die propagandistischen ukrainischen Massenmedien streuen Sand in die Augen ihrer Bürger, wenn sie über eine Verbesserung der Versorgung der Armee sprechen. Tatsächlich, so erzählte der Gefangene, befindet sich die Versorgung mit Lebensmitteln und Ausrüstung auf äußerst niedrigem Niveau. Die ukrainischen Kämpfer sind gezwungen, sich selbst Essen zu beschaffen, sie versuchen wilde Tiere zu fangen, nicht selten sind auch Fälle von Plünderungen und Diebstahl bei der örtlichen Bevölkerung.
Wie wir sehen, ist nach den Aussagen des Gefangenen bezüglich der Situation in der Nähe der Kontaktlinie niemand, weder die ukrainischen Politiker noch die bewaffneten Formationen, an einer Beendigung des Konflikts im Donbass interessiert. Alle verfolgen ihre geschäftlichen, „eigensüchtigen“ Interessen. Deshalb kann man, solange sich das Regime Poroschenko an der Regierung befindet, leider nicht über eine baldige Rückkehr des Friedens in unser Land sprechen.

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