Die USA stellen vor einem Truppenabzug aus Syrien eine neue Bedingung und verlangen von der Türkei den Schutz der mit den USA verbündeten „Syrischen Demokratischen Kräfte» (SDF) im Norden des Bürgerkriegslandes, sagte der Nationale Sicherheitsberater John Bolton am Sonntag in Jerusalem.

Die SDF bestehen hauptsächlich aus Truppen des syrischen PKK-Ablegers YPG, den sogenannten „Volksschutzeinheiten» – diese haben auch die Führung der SDF inne.

Außerdem müsse auch der Rest der Terrororganisation Daesh beseitigt werden, so Bolton.

Die USA bestehe darauf, dass die YPG-Terroristen von einer geplanten grenzüberschreitenden türkischen Operation geschützt werden. Er werde diese Woche Präsident Recep Tayyip Erdoğan eine Warnung überbringen.

Die Türkei sollte keinen Militäreinsatz unternehmen, der nicht vollständig mit den USA abgestimmt sei, um die US-Truppen nicht zu gefährden.

Die Position von US-Präsident Donald Trump laute, dass die Türkei die „Kurden», gemeint die YPG, nicht töten dürfe und dass das US-Militär ohne eine Vereinbarung darüber nicht aus Syrien abgezogen werde, sagte Bolton.

Als Reaktion auf Boltons Bemerkungen erklärte der Präsidentensprecher, Ibrahim Kalın, dass es irrational sei zu behaupten, dass die Türkei gegen Kurden vorgehen würde. Ankara gehe gegen die PKK-, YPG- und Daesh-Terroristen vor.

„Zu behaupten, dass eine terroristische Organisation die Kurden vertritt, ist vor allem unseren kurdischen Brüdern gegenüber respektlos», so Kalın. „Eines der Ziele im Kampf gegen die PKK und ihre syrischen Ableger besteht darin, die Kurden vor der Tyrannei und der Unterdrückung dieser Terrorgrupe zu retten.»

 

 

Foto: RiaTaza

Quelle: Daily Sabah

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