Von der Krankenstation kommentierte Frank Magnitz, was passiert ist:

„Ich war auf dem traditionellen Neujahrsempfang des Weserkuriers in der Kunsthalle Bremen. Der Bremer Senat, Bürgerschaftsabgeordnete, Beamte und eben auch Bundestagsabgeordnete sind dort zu Gast. Ich verließ den Empfang kurz vor 18 Uhr. Meinen Wagen hatte ich in der Theatergarage geparkt. Dummerweise ging ich eine Abkürzung über ein Gelände hinter dem Theater, wo wenige Passanten waren“.

„Dann bekam ich einen Schlag auf den Schädel und erinnerte ich mich an nichts mehr. Als ich wieder zu mir kam, fühlte ich, daß ich mit dem Rücken an eine Wand gelehnt auf dem Boden saß und ich hörte eine Stimme.“

Ein Parlamentarier beschreibt die Grausamkeit, mit der er angegriffen wurde.

Meinen Kopf hat es von allen Seiten erwischt und meine gesamte linke Körperseite. Mit dem Kantholz haben sie auch auf mein Knie eingeschlagen. Es ist erstaunlich, daß nichts gebrochen ist

Der Vorsitzende der Partei und Fraktion im Bundestag, Alexander Gauland, verurteilte die Brutalität des Angriffs und nannte sie das Ergebnis der Aufhetzung und beschuldigte die Grünen.

Auch Gaulands Co-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel erklärte, dass sie über diese widerliche Tat schockiert ist, und fügte hinzu, dass» Medientrieb gegen die Partei Früchte trägt.»

Der Co-Parteivorsitzende der AfD, Jörg Meuthen erinnerte daran, dass dies nicht der erste Fall eines Angriffs auf ein Gruppenmitglied war. Politiker brauchen Schutz.

Die Linkspartei hat die Nachricht «Nazis raus» über offizielle Kanäle verteilt.
Dietmar Bartsch, Vorsitzender der linken Fraktion, wies seine Twitter-Freunde zurück, indem er sie daran erinnerte, dass es keine Entschuldigung für ein solches Verbrechen gibt.

Die Bremische Evangelische Kirche hat der AfD unterdessen Panikmache vorgeworfen. Es sei „ein hohes Gut unserer Demokratie, daß wir in Deutschland nach der NS-Zeit zivilisierte Formen der Debatte und der friedlichen Konfliktbewältigung etabliert haben“, sagte der leitende Theologe der Kirche, Renke Brahms, der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. „Daher kritisiere ich auch, wie die AfD den Angriff und die schweren Verletzungen des eigenen Abgeordneten in ihren Stellungnahmen instrumentalisiert und mit Panikmache eine Opferrolle einnehmen will.“ Der Anschlag sei dennoch „feige und abscheulich“.

 

 

Quelle: Junge Freiheit

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