Präsident Alexander Lukaschenko bestätigt seine klare Position in Bezug auf die Ukraine-Krise und hält eine möglichst schnelle Beseitigung des Konflikts für notwendig. Das erklärte er heute beim Treffen mit dem ukrainischen Politiker Wiktor Medwedtschuk.

„Dieses Missverständnis – anders kann man das nicht bezeichnen – muss man endlich aus der Welt schaffen. Bruderstaaten, Brudervölker… Dieser Konflikt ist ein Geschenk, das wir unseren Gegnern und Feinden selbst machen“, sagte der Staatspräsident.

Ihm sei es wichtig, welche Position Wiktor Medwedtschuk zu den politischen Ereignissen in der Ukraine und zu anderen verwandten Themen vertrete, gab Alexander Lukaschenko zu. „Nicht weil mir die Ereignisse in der Ukraine persönlich sehr am Herzen liegen, sondern weil die Ukraine uns nicht fremd ist. Ich leistete meinen Wehrdienst in der Ukraine, war selbst oft da.

Mein Familien-Stammbaum hat seine Wurzeln irgendwo zwischen Tschernigow und Kiew. Außerdem sind unsere Beziehungen mit der Ukraine eine gute Kooperationsgrundlage.

Als der Konflikt in der Ukraine ausbrach, waren bis zu 150.000 Personen zu uns geflüchtet. Sie alle erhielten in Belarus dieselben Rechte wie unsere Staatsbürger. Auch wenn das nicht einfach war. Aber Gott sei Dank hat sich vieles geregelt. Manche sind zurückgereist, mache pendeln zwischen Belarus und der Ukraine, manche haben hier, in Belarus, einen Job und ihre zweite Heimat gefunden.

Die Situation in der Ukraine wirkt sich andererseits auch negativ aus, davon rede ich sehr oft.“ Alexander Lukaschenko bat Wiktor Medwedtschuk darum, ihn über alle Details des aktuellen Konflikts zu informieren und Orientierungshinweise zu geben, was Belarus im Moment politisch tun könne. Der ukrainische Politiker dankte Alexander Lukaschenko für den Empfang und warme Worte über die Ukraine.

„In der Tat hat die Ukraine heute mit vielen Problemen zu tun. Ich möchte in diesem Zusammenhang ihren persönlichen Beitrag und die Rolle der Republik Belarus bei der Beilegung dieses Konfliktes loben. Belarus hat sich als Verhandlungsort etabliert. Die berühmten Abkommen wurden in Minsk unterzeichnet. Auch wenn sie leider nicht eingehalten werden, sind sie als Friedensplan für Donbass das einzige Dokument, das es überhaupt gibt. Und alle Parteien sind sich im Klaren darüber, dass der Frieden nur unter jenen Bedingungen zu gewährleisten ist, die in Minsk beschlossen wurden“, sagte der Politiker.

Für viele Ukrainer, die den Frieden auf Donbass herbeisehnen, ist Minsk nicht nur zum Verhandlungsort geworden, den Belarus als Freund und Brudervolk anbot, sondern auch zum Hoffnungsschimmer für eine friedliche Konfliktregelung“, fügte Wiktor Medwedtschuk hinzu.

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