Vor dem Hintergrund der Eskalation in Venezuela hat die russische Regierung die USA schon vor einigen Tagen vor einer möglichen Militärintervention gewarnt. Nicht ohne Grund, erklärte US-Präsident Trump doch ausdrücklich, im Machtkampf in Venezuela seien „alle Optionen“ – also auch eine militärische – auf dem Tisch.

Jetzt haben Notizen seines Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton während einer Pressekonferenz die Spekulationen weiter angeheizt. Bolton hielt einen Notizblock so, daß seine handgeschriebenen Vermerke darauf für alle Fotografen gut zu lesen waren – auch die Worte: „5000 Soldaten nach Kolumbien“.

Das US-Verteidigungsministerium wollte sich auf Anfrage nicht äußern, was es mit der kaum verklausulierten Notiz auf sich habe, und verwies ans Weiße Haus. Von dort hieß es mit Blick auf die Bolton-Notiz knapp, aber vielsagend: „Wie der Präsident gesagt hat: Alle Optionen sind auf dem Tisch.“

Viele Beobachter glauben nicht an ein Versehen Boltons, sondern vielmehr an eine relativ unverhohlene Drohung der Regierung Trump. Die Warnung der russischen Regierung vor einer Militärintervention wäre mithin alles andere als unberechtigt gewesen.

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