Über diese Grenze spricht eigenartigerweise niemand: Israel hat jetzt mit dem Bau einer neuen Sperranlage an der Grenze zum Gazastreifen begonnen. „Die Sperranlage wird das Eindringen von Terroristen aus dem Gazastreifen nach Israel verhindern“, sagte der israelische Regierungschef Netanyahu zur Begründung. Die Sperranlage soll aus einem sechs Meter hohen Zaun und einer unterirdischen Mauer bestehen.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Sperranlage solle dort verlaufen, wo eine unterirdische Sperrmauer zum Gazastreifen bereits fertiggestellt sei. Der überirdische Teil solle ein sechs Meter hoher Zaun sein, der 65 Kilometer entlang der Grenze zu dem Palästinensergebiet verlaufen werde. Die Anlage bestehe aus verzinktem Stahl mit einem Gewicht von 20.000 Tonnen.

Seit März vergangenen Jahres ist es an der Gaza-Grenze immer wieder zu gewaltsamen Protesten gekommen. Bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza mehr als 250 Palästinenser getötet und Tausende verletzt worden. Die Demonstranten fordern unter anderem ein Ende der seit mehr als einem Jahrzehnt andauernden Blockade des Palästinensergebiets am Mittelmeer. Auch diese Opfer beschäftigen die Weltöffentlichkeit und die etablierten Medien im Gegensatz zu den „Flüchtlingen“, die sich im Herbst 2018 mit großem PR-Tamtam in Richtung der US-Grenze in Gang setzten, eigenartigerweise nicht.

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