Vier ausgewählte Nachrichten vom Kollektiv «Spendenaktion für Novorossia» über die wirtschaftliche Situation in den Volksrepubliken Donezk (DVR) und Lugansk (LVR)

 

1. Brotpreise werden mit staatlicher Hilfe stabil gehalten

Lug-info.com – Der Ministerrat der LVR hat das staatliche Unternehmen Agrarnyj fond beauftragt, den Produzenten 5500 Tonnen Weizen bereitzustellen, um die Backwarenpreise zu stabilisieren. Dies war bei einem Briefing zu den Ergebnissen einer Regierungssitzung vom stellvertretenden Vorsitzenden des Ministerrats der LVR, Oleg Tschernousow zu hören.

„Auf der heutigen Ministerratssitzung wurde ein Beschluss zu Fragen der Sicherstellung der Lebensmittelweizenreserven durch Agarnyj fond gefasst“, sagte er und erklärte, dass die Maßnahme in Verbindung mit steigenden Preisen bei privaten Herstellern zu sehen sei, wobei so große Kombinate wie die Lugansk-Niva AG oder die Solotoj Uroshaj (Goldene Ernte) GmbH die Preise noch auf dem ursprünglichen Niveau halten.

Der Minister für Landwirtschaft und Ernährung, Jurij Pronko, unterstrich, dass die Regierung die Preisbildung auf den Märkten für Getreide und Backwaren ständig unter Kontrolle hat. „Der heutige Beschluss ist an sich nichts Außergewöhnliches. Wir wissen, dass in letzter Zeit Gerüchte über die Getreide- und somit auch über die Brotpreise in der Republik zirkulieren.“, sagte er. …

„Tatsächlich hat die Regierung den Einkaufspreisen für Mehl höchster Qualität schon lange Grenzen gesetzt, und aufgrund dieses Beschlusses wird der Preis für Sozialbrot nicht weiter steigen“, sagte Pronko. Der Minister fügte hinzu, dass für den Fall, dass sich sich die Preisbildung bei Brot nicht stabilisiert, weitere Maßnahmen ergriffen werden. … Er bestätigte, dass die Lugansker Volksrepublik bis zur nächsten Ernte vollständig mit Lebensmittelgetreide versorgt ist.

2. Wiederinbetriebnahme des Röhrenwerks Antrazit

Lug-info.com – Das Staatsoberhaupt der Lugansker Volksrepublik Leonid Pasetschnik versprach bei einem Treffen mit dem Leiter der Verwaltung der Stadt und des Bezirk Antrazit, Sergej Sajenko, bei der Wiederinbetriebnahme des Röhrenwerks Antrazit und einer Reihe anderer Unternehmen der Region mitzuwirken.
„Es gibt dieses Röhrenwerk hier, aber es steht still. Es könnte sowohl Kunststoff- als auch Metallröhren von 15 mm bis zu 30 mm Durchmesser herstellen. Es ist funktionsfähig, aber es gibt Probleme mit dem Absatz der Produktion“, sagte der Leiter der örtlichen Verwaltung.
„Wir überlegen, wie wir das Röhrenwerk wieder in Betrieb nehmen könnten“, bemerkte Pasetschnik. Sajenko fügte hinzu, dass es im Bezirk eine entwickelte Land- und Fischwirtschaft gebe. Gleichzeitig existiere jedoch ein Mangel an Ersatzteilen für die landwirtschaftliche Technik. Das Staatsoberhaupt forderte die Verwaltung auf, das eigene Potential zur Verbesserung der sich verschärfenden sozialökonomischen Situation maximal zu nutzen.

3. ‚Zweites Leben‘ für eine Rangierlok

Dnrailway.ru – Heute wurde im Lokdepot Ilowajsk die Aufarbeitung einer Rangierlok TEM2M (Nummer leider [noch] nicht bekannt, Anm. d. Übers.) abgeschlossen. An Lokomotiven dieser Reihe wurde bislang bei der Donezker Eisenbahn noch nicht gearbeitet.
Die reparierte Lok glänzt in neuem Lack und erregte die ungeteilte Aufmerksamkeit aller auf der kleinen Feier anlässlich der Fertigstellung Anwesenden. Die Arbeiten dauerten sieben Monate. „Fachleute der Donezker Eisenbahn haben die Maschine zerlegt, die aufgearbeiteten Teile wieder montiert und die Radsätze geprüft“, sagte Wladimir Kowalenko, Leiter des Depots. „Wir haben eine solche Lok zum ersten Mal repariert. Ein großes Problem war der Mangel an qualifizierten Fachkräften, aber wir haben die Aufgabe fristgerecht erledigt.“

„Wir haben bislang nicht als Auftragnehmer externer Firmen gearbeitet und nur Fahrzeuge der Staatsbahn aufgearbeitet“, sagte der Leiter der Maschinenwirtschaft der DShD, Alexandr Zyplakow. „Uns kam diese Möglichkeit, der Bahn zu zusätzlichen Einnahmen zu verhelfen, wie gerufen.“ Die Arbeiten wurden gemeinsam mit der Firma Transmaschsojus GmbH (Moskau) ausgeführt. Der Dieselmotor wurde generalüberholt einschließlich Aus- und Wiedereinbau der Kurbelwelle, die Verkabelung vollständig erneuert, der Generator GP300 repariert, die sechs Fahrmotoren und die Hilfsbetriebe gründlich überholt. „Ersatzteile haben wir in der Russischen Föderation gekauft, aber Fachleuchte zu finden, gelang uns hier“, sagte der Direktor von Transmaschsojus, Alexandr Kumurshi, und brachte seine Hoffnung auf weitere Zusammenarbeit mit der Donezker Eisenbahn zum Ausdruck.

Auf die besondere Bedeutung des Auftrags für den industriellen Komplex der DVR wies der bei der Feier anwesende Inspektor der Aufsichtsbehörde der Metallurgie und des Maschinenbaus, Alexej Rutschko, hin. Bis 2014 wurden diese Lokomotiven in Dimitrow (vorübergehend von Kiew kontrolliertes Gebiet, Anm. d. Übers.) aufgearbeitet und das jetzt auf dem Territorium der DVR zu machen, ist absolut notwendig. Sie werden in metallurgischen Betrieben, Kraftwerken, Bergwerken und anderen Industriebetrieben der Republik eingesetzt. Transmaschsojus ist bereits in Verhandlungen mit den Eigentümern über Unterhalt und Reparatur vor Ort.
Es sei daran erinnert: Der Zustand des Triebfahrzeugparks der Donezker Eisenbahn ist eine der dringendsten Fragen. Elektro- und Diesellokomotiven sind bis zu 96% abgeschrieben.

4. Ministerium und Industrie- und Handelskammer bekräftigen Zusammenarbeit

Mptdnr.ru – Heute, am 5. Februar, wurde eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Industrie und Handel der DVR und der Industrie- und Handelskammer der Republik unterzeichnet. Minister Eduard Armatow und Kammerpräsidentin Walerija Bulyga leisteten ihre Unterschriften.
„Die Vereinbarung, die wir heute getroffen haben, soll zu einer qualitativ neuartigen, dauerhaften und effektiven Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Kammer zum beiderseitigen Vorteil führen. Die Industrie- und Handelskammer wird im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Vermarktung einheimischer Waren und Dienstleistungen im Ausland befördern. Es ist kein Geheimnis, dass es eine der vorrangigen Aufgaben des Ministeriums ist, für die einheimische Industrie neue Absatzmärkte zu finden.

Die Produktion der DVR ist sehr vielschichtig: Es gibt die metallurgische und die Kokschemiebranche, Leicht- und Lebensmittelindustrie, Maschinenbau und Flussmittelherstellung. Das ist ein enormes Spektrum an Waren, die wir im näheren Ausland anbieten können“, sagte Minister Eduard Armatow.

„Die Vereinbarung ist in erster Linie darauf ausgerichtet, die Wirtschaft unserer Republik konkurrenzfähig zu machen. Kammer und Ministerium arbeiten schon lange zusammen, und heute haben wir das im juristischen Sinne festgeschrieben. Ich hoffe, dass unsere Kooperation sich erweitert, festigt und wächst. Die in den verschiedenen Sphären der Wirtschaft aufkommenden Probleme sind aktuell sehr unterschiedlich. Die Industrie- und Handelskammer ist das Bindeglied zwischen Business und Staat, sie will diese Probleme im Dialog beseitigen. Die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft ist tatsächlich das oberste Ziel“, sagte Walerija Bulyga.

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