Der geschäftsführende US- Verteidigungsminister hat beim NATO-Verteidigungsministertreffen in Brüssel hervorgehoben, dass die USA die Zahl ihrer Kräfte in Afghanistan nicht reduzieren werde.

Patrick M. Shanahan erklärte dies am Donnerstag beim drei-tägigen NATO-Verteidigungsministertreffen in der belgischen Hauptstadt und sagte, dass jegliche Maßnahmen der US-Truppen in Afghanistan mit den amerikanischen Partnern abgestimmt würden.

Er behauptete auch, dass trotz der Fortsetzung der Unsicherheit in Afghanistan, der Reduzierungsprozess für die amerikanischen Kräfte langsam und koordiniert erfolgen werde.

Diese Kommentare stehen im Zusammenhang mit den laufenden Verhandlungen der USA mit den Taliban über die Beendigung des Afghanistan-Krieges, die, wie die Taliban deutlich gemacht haben, ausschließlich vom Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan abhängt.

Shanahan bestand darauf, dass jeder Rückzug mit der NATO «koordiniert» würde, was allerdings darauf hindeuten könnte, dass das Abkommen auch die NATO-Streitkräfte einbeziehen würde, da die Taliban alle ausländischen Truppen draußen haben wollen.

Shanahans Unbestimmtheit in diesem Punkt könnte beabsichtigt sein, um die Kritik von Kriegstreibern abzulenken, die sich der Idee widersetzen, Afghanistan unter irgendwelchen Umständen zu verlassen.

Der geschäftsführende US-Verteidigungsminister hatte sich zuvor für die Entscheidung der Regierung von US-Präsident Donald Trump, alle Optionen für einen Weg zur Beendigung des 17-jährigen Krieges in Aghanistan umfassend zu prüfen, ausgesprochen.

Der Überzeugung des afghanischen Volkes und seiner Verantwortungsträger nach, hat die militärische Präsenz der USA und der NATO-Koalition in Afghanistan seit 2001, unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung, außer zivilen Opfern und der Zerstörung der afghanischen Infrastruktur nichts gebracht.

Gegenwärtig gibt es mehr als 19.000 ausländische Kräfte unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung im Rahmen der internationalen NATO-Koalition in Afghanistan, von denen mehr als 16.000 US-Militärs sind.

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