Die russische Botschaft in Österreich hat aus ausländischen Quellen einen Cyberangriff auf ihre Informationsnetze ausgemacht, teilte die diplomatische Vertretung in Wien am Freitag mit.

Die Diplomaten erklärten, dass sie seit Anfang 2019 systematische No-Shows für diejenigen bemerkten, die sich über das Online-Terminplanungssystem in der Botschaft angemeldet hatten. Die Anzahl der Online-Buchungen ist jedoch um ein Vielfaches gestiegen. Die diplomatische Vertretung erhielt zahlreiche Beschwerden aus der Öffentlichkeit, die behaupteten, ein Termin könne nur einige Monate im Voraus gebucht werden.

«Der Druck auf die Konsularabteilung ist immer hoch, aber No-Show-Zahlen sind in der Regel gering. Trotzdem ist seit Anfang 2019 kein einziger Anmelder zu einem Termin erschienen», sagte die Botschaft.

Auf Ersuchen der Diplomaten untersuchten spezielle IT-Dienste das Problem und deckten über 300 automatisch mit IP-Adressen aus dem Irak, Thailand, Indonesien und einigen anderen Ländern gestellte Anfragen auf. «Wir haben uns entschieden, diese Anfragen zu löschen und ihre Quellen zu sperren. Derzeit sind die No-Show-Nummern wieder normal», teilte die Botschaft mit.

«Es handelt sich offensichtlich um bösartige Aktivitäten, die darauf abzielen, die Arbeit der Konsularabteilung der Botschaft zu sabotieren», sagte der russische Botschafter in Österreich, Dmitry Lyubinsky. «Wir können keine weiteren Angriffe ausschließen, wir werden die Situation im Interesse unserer Besucher genau beobachten», schloss er.

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