In einem Hochsicherheitsgefängnis in Condé-sur-Sarthe bei Alençon in der Normandie hat ein Gefangener — der als «radikalisiert» eingestuft wurde — zwei Beamte mit einem Messer schwer verletzt. Erst nach Stunden wurde der 27-Jährige gestellt.

Das berichtet der paneuropäische Nachrichtensender euronews. Er und seine Lebensgefährtin wurden durch Schusswunden ebenfalls verletzt, als Spezialkräfte den Mann nach Stunden stellen wollten. Die Lebensgefährtin des Angreifers erlag ihren Verletzungen.

Am Abend erklärte der ermittelnde Anti-Terror-Staatsanwalt, der Angreifer habe erklärt, er wolle den Täter des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt von Straßburg rächen.

Die Attacke fand um 9 Uhr 45 am Dienstagmorgen statt. Danach verschanzte sich der Angreifer mit der Lebensgefährtin im sogenannten Familienbereich des Hochsicherheitsgefängnisses.

Die Justizvollzugsbeamten waren im Gesicht und an der Brust verletzt worden. Beide sollen laut einem Gewerkschaftsvertreter etwa 30 Jahre alt sein.

Spezialeinheiten der Sicherheitskräfte Eris und RAID waren nach Alencon geschickt worden. Auch Frankreichs oberster Ermittlungsrichter in Terrorfragen, Rémy Heitz, reiste von Paris in die Normandie.

«Es gibt keinen Zweifel am terroristischen Hintergrund dieser Attacke», erklärte die französische Justizministerin Nicole Belloubet.
Im Gefängnis radikalisiert

Vom 27-jährigen Angreifer — der zu 30 Jahren Haft verurteilt worden war, weil er mehrere ältere Menschen getötet hatte — soll sich im Gefängnis radikalisiert haben. Offenbar hatte seine Lebensgefährtin, die er heiraten wollte, das Messer mitgebracht. Es soll sich um ein Keramikmesser handeln, das die Metalldetektoren nicht aufspüren.

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