Nachdem es in der letzten Woche zu massiven Ausschreitungen kam, wurde die Polizeipräsenz in Paris massiv erhöht. Neben Terrorabwehr und Militär wurde der Stadtkern rund um die Champs-Élysées hermetisch durch die Sicherheitskräfte, die mit Sturmgewehren patroullierten, abgeriegelt. Gepanzerte Fahrrzeuge mit Wasserkanonen waren an allen Eckpunkten plaziert. Demonstranten hatten keine Chance durchzukommen. Wer verdächtig erschien, wurde gefilzt. In anderen Städten kam es dennoch zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Bürgern und der Obrigkeit.

Die Spuren der letzten Ausschreitungen sind deutlich zu sehen. Vermutlich wird es mehrere Monate dauern, bis die Schäden (Luxus-)Geschäfte und Bankhäuser wieder beseitigt sind. Aus diesem Grund verhängte Staatspräsident Emmanuel Macon ein Demonstrationsverbot um die Champs-Élysées und anderen, welches mittels Polizei und Militär durchgesetzt wurde. Hinzu kamen Gitterabsperrungen und Kontrollen.

 

Zudem wurden komplette Straßen und Bürgersteige komplett gesperrt. Die Anti-Terroreinheit «Sentinelle» kam ebenfalls zum Einsatz. Auch die Einsatz- und Bereitschaftspolizei war mit vollgeladenen Sturmgewehren ausgestattet. Auch Hubschrauber und Drohnen kamen zum Einsatz, um die Region zu überwachen. Insgesamt sollen über 6000 Polizeikräfte im Einsatz gewesen sein, wonach man mehr Polizisten als Touristen in der Verbotszone sah. Die Zustände lassen sich vergleichsweise so beschreiben, wie man sie in westlichen Medienberichten über China oder Nordkorea liest.

Wer verdächtig erschien, wurde kontrolliert. Auch erkennbare Radiojournalisten mussten — unter polizeilicher Abschirmung — ihre Taschen öffnen und wurden angemahnt. Das Verhalten der Sicherheitskräfte war zumindest in der Verbotszone freundlich, aber bestimmend. Keineswegs so harsch und aggressiv wie man es aus den vergangenen Wochen kennt.

Allerdings ist es auch nur menschlich, dass ein patriotischer Polizist es für unangenehm befinden mag, gegen die Bürger vorzugehen, die gegen die wachsende Ungerechtigkeit und Ungleichheit protestieren, weil sie genug von dem unsozialen Verhalten der Regierung haben. In deutschen Systemmedien zeigt man hingegen mehr Verständnis für mehr Polizei und Kontrolle, während man in anderen Ländern aktiv die (gesteuerte) Opposition befeuert.

Proteste und Kundgebungen der Gelbwesten in der Touristenmeile

Demonstrationen und Kundgebungen der Kirche Sacré-Coeur im Touristenviertel Montmartre fanden am 18. Wochenende der Gelbwesten-Proteste dennoch statt.

Massenverhaftungen und Ausschreitungen vor allem im Süden des Landes

Auch wenn es in Paris diese Wochenende durch verhältnismäßig ruhig war, kam es in anderen Städten zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Mehr als 200 Verhaftungen soll es bislang bei Protesten in Nizza und Lyon gegeben haben. Hier kamen wieder mal Knüppel und Tränengas zum Einsatz. Seit November protestieren die Gelbwesten, nachdem der gierige Ex-Rothschild-Banker Macron eine Umverteilungen von arm nach reich begonnen hat und die Spritpreise erhöht hat.

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