„Derzeit stellen rund 54 Prozent der Bewerber keine Unterlagen zur Verfügung“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Hans-Eckhard Sommer.

Die Verfügbarkeit von Ausweisen hängt jedoch weitgehend davon ab, woher die Asylbewerber stammen

Asylbewerber aus Ländern mit einer geringen Anerkennungsquote legen fast nie Dokumente vor. Kaum ein Nigerianer zum Beispiel zeigt im Asylverfahren seine Papiere. Auf der anderen Seite etwa die Syrer – sie können sich fast immer ausweisen, sagte Sommer.

Daher arbeite seine Behörde mit technischen System, um die Mobiltelefone von Bewerbern auszuwerten. Damit könne sich etwa über Fotos und Spracheinstellungen herausfinden lassen, ob die angegebene Herkunft auch stimme. Nach wie vor reise zudem etwa ein Drittel der befragten Asylsuchenden per Flugzeug ein, was zuvor durch Anfragen der AfD bekanntgeworden ist.

Zudem übte Sommer Kritik an bestimmten Organisationen wie den „selbsternannten Flüchtlingsräten“. Diese würden gezielt versuchen, Abschiebungen zu be- und verhindern, was der Staat nicht hinnehmen dürfe. Außerdem bezeichnete er es als problematisch, daß abgelehnte Asylbewerber geduldet würden, wenn sie einen Ausbildungsplatz nachweisen könnten.

„Diese gut gemeinte Regelung sendet meines Erachtens ein gefährliches Signal ins Ausland: Wer arbeitet, darf trotz Ablehnung in Deutschland bleiben“, warnte er. Schleuser machten genau damit nun Werbung. Zudem würde es Asylhelfer geben, die hausieren gingen, um für ihre Klientel Ausbildungsverträge abzuschließen, ausschließlich um dadurch die Abschiebung zu verhindern.

 

 

Quelle: Zuerst!

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