Auf ihrem Landesparteitag in Oberösterreich hat FPÖ-Chef Strache die Freiheitlichen auf eine strikte Trennung von den Identitären eingeschworen. Man versuche, die FPÖ in ein rechtsextremistisches Eck zu stellen und mit einem „verrückten, rechtsextremistischen Massenmörder in Neuseeland in Verbindung zu bringen. Das ist erbärmlich und schäbig“. Strache: „Wir sind keine Extremisten.“

Das schreibt das deutsche Nachrichtenmagazin Zuerst! am Dienstag. Strache werde aber nicht zulassen, daß Forderungen wie die nach einem Zuwanderungsstopp „kriminalisiert werden“. In Österreich herrsche immer noch Rede- und Meinungsfreiheit. Eindrücklich legt Strache den knapp 500 Delegierten ans Herz, daß die Regierungsbeteiligung Priorität habe, um „mit Innenminister Herbert Kickl die Grenzen zu schützen.“ Kickl sei „der beste Innenminister der 2.Republik.“

Als Obmann der FPÖ habe er die Aufgabe, die Partei zu beschützen. Er wolle den „linken Gegnern der FPÖ die Waffe aus der Hand schlagen“ und fordert deshalb die strikte Trennung zu den Identitären. Strache: „Wir haben für unseren Erfolg keine aktionistischen Gruppen und Vereine gebraucht, die nichts mit der FPÖ zu tun haben. Wir wollen nicht in irgendeinen Aktionismus hineingezogen werden. Ich weiß, daß es den einen oder anderen bei uns gibt, der Sympathien für die Identitären hat. Inhaltlicher Natur.“ Aber: „Mit einem Herrn Sellner, der ein Hakenkreuz auf eine Synagoge geklebt hat, haben wir nichts zu tun, und wollen wir nichts zu tun haben. Es darf keine aktionistischen Überschneidungen in der Zukunft geben.“

Sowohl diverse personelle Überschneidungen mit den Identitären als auch der strikte Anti-Rechts-Kurs von ÖVP-Kanzler Kurz setzt die Freiheitlichen derzeit erheblichen inneren Spannung aus.

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