In der Osternacht wurde der Ostergottesdienst in der Münchner St. Pauls-Kirche angegriffen. Das Ergebnis: 24 Verletzte und eine Massenpanik. In ausländischen Medien wurde breit berichtet. In Deutschland nur von lokalen Medien aufgegriffen. Die Begründung war für den zwangsfinanzierten Deutschlandfunk DLF sehr einfach: «Wir erkennen keine bundesweite Relevanz», wobei nur noch der Satz fehlen würde: «War ja weder eine Synagoge oder Moschee…»

Es war «nur» ein katholischer Gottesdienst, über den man wahrscheinlich nur deshalb berichtete, weil die Besucher ihre Handys gezückt haben und sich das schreckliche Video wie ein Lauffeuer in sozialen Medien ausgebreitet hat. Aber man ist es auch nicht anders mehr gewohnt. Es muss erst ein historisches Gebäude wie der Notre-Dame brennen, damit endlich aufgegriffen wird, dass inzwischen 47 Kirchen in Frankreich seit Jahresbeginn geschändet wurden.

Wer wissen will, was in Deutschland alles so passiert, der sollte tatsächlich auch ausländische Medien verfolgen. Das muss nicht unbedingt nur News Front sein, sondern können auch Medien in englischer Sprache aus den USA, Israel, der arabischen Welt oder halt Russland sein. In Deutschland erfährt man eher etwas über den Beziehungsstatus von Helene Fischer als über solche schockierende Vorgänge.

 

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