Die Sprecherin des russischen Außenministeriums sagte bezüglich der amerikanischen Öl-Sanktionen gegen Iran, dass die Konfrontation des iranischen Volkes mit Druck und Sanktionen eine Politik sei, welche die USA schon seit Langem verfolgten.

Maria Sacharowa hat am Dienstag in einem Exklusiv-Interview mit der IRNA gesagt, man dürfe die Entscheidungen der USA gegen Iran nicht getrennt sehen:

«Die Bezeichnung der iranischen Revolutionsgarde (Sepah) als Terroristenorganisation ist ein weiterer Teil des Gesamtprogramms der USA, um auf Iran Druck auszuüben. Alle US-Maßnahmen richten sich gegen die iranische Regierung und das iranische Volk» so die russische Außenamtssprecherin.

«Iran hat sich an das Atomabkommen gehalten und immer auf diesem Gebiet mitgearbeitet. Aber es scheint so, dass dieses Land, egal, was es macht, letztendlich mit den Aggressionen der USA konfrontiert ist», fügte Sacharowa hinzu.

Weniger als zwei Wochen zuvor und nach der Aufnahme der iranischen Revolutionsgarde (Sepah) in die US-Liste der Terrororganisationen, hat US-Außenminister Mike Pompeo bekannt gegeben, dass Washington die Ausnahmeregelungen für einige Kunden iranischen Öls im Mai 2019 nicht mehr verlängert.

Washington hatte im letzten Jahr erklärt, es werde die iranischen Ölexporte bis November 2018 auf Null reduzieren, hat aber bei seiner Politik eine Niederlage erlitten, und musste Ländern wie China, Indien, Südkorea, Japan, Taiwan, der Türkei, Italien und Griechenland eine Ausnahme von diesen Sanktionen erteilen.