Panama ist nicht nur ein schönes Urlaubsziel, sondern war lange auch ein Paradies für Geldwäscher und Steuerhinterzieher. Das änderte sich 2013 mit der Veröffentlichung der sogenannten ‘Panama Papers’. Die Machenschaften der Kriminellen flogen auf, viele von ihnen waren Deutsche.

In rund 150 Fällen haben die Behörden in Deutschland inzwischen Steuerstrafverfahren eingeleitet oder unterstützen bereits laufende Verfahren. Das teilten die hessischen Steuerbehörden mit. Sie werten federführend für die Bundesländer die ‘Panama Papers’ aus und unterstützen auch Anfragen aus dem Ausland.

Mit der Durchforstung der Datenmenge ist ein achtköpfiges Ermittlungsteam beschäftigt. Dessen Leiter Armin Wolf sagte: «Aktuell stehen wir im Kontakt mit zwei benachbarten Staaten und liefern dort Daten hin. Das machen wir auch schon seit Beginn unserer Bearbeitung der sogenannten ‘Panama Papers’. Und zukünftig planen wir sogar eigeninitiativ Fälle ins europäische Ausland abzugeben.»