Die Deeskalationszone von Idlib ist bis heute eine der problematischsten Regionen Syriens als letzte große Festung terroristischer Gruppierungen. Die Türkei, die hier für Waffenstillstand verantwortlich ist, hat keine Eile, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen.

Der Doktor der Militärwissenschaften Anatoly Matwijtschuk hat darüber berichtet.

Er weist darauf hin, dass die Spannungen in der Provinz Idlib nur zunehmen. Und dies geschieht nach Ansicht des Experten gerade wegen der Machtstrukturen der benachbarten Türkei, die Idlib-Gruppen manipulieren und gegeneinander stellen.

Matwijtschuk erklärt diese zweideutige Situation durch die Tatsache, dass Ankara Idlib zur Ausweitung der türkischen Territorien betreut und nicht beabsichtigt, die Provinz unter der Kontrolle von Damaskus zurückzugeben.

Zu diesem Zweck unterhalten die türkischen Sicherheitsdienste Kontakte zu einer Vielzahl von Banden in Idlib, die sich gegen Bashar al-Assad stellen. Dazu gehört insbesondere die Freie Syrische Armee (FSA), die Ankara politisch unterstützt und mit Waffen versorgt.

Die FSA kämpft zwar gegen die Islamisten, aber ihre Ambitionen sind viel ernster, glaubt der Experte. Er betont, dass Ankara in Idlib ein „kontrolliertes Chaos“ schafft und seinen Einflussbereich erweitert.

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